So war das Trier-Wetter im Januar

So war das Trier-Wetter im Januar

Nicht „alljährlich“ sei das Wetter im Januar in Trier gewesen, erklärt Meteorologe Jens Hoffmann vom Deutschen Wetterdienst auf TV-Anfrage. Rekordwerte wie am 20. Dezember 2009, als in Trier mit minus 15,8 Grad Celsius die kälteste Nacht seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen wurde, hat es im zurückliegenden Monat allerdings nicht gegeben.

(woc) Am vergangenen Sonntagmorgen hatten auf dem Petrisberg 15 Zentimeter Schnee gelegen, am Montagmorgen noch 14 Zentimeter. „Aber am 12. Januar 1979 waren es mit 27 Zentimetern deutlich mehr“, sagt Meteorologe Hoffmann. Am kältesten war es im Januar in Trier in der Nacht zum 5. Januar: Auf minus 10,5 Grad fiel das Thermometer der Wetterstation auf dem Petrisberg. Die bislang kälteste Januarnacht war allerdings die Neujahrsnacht 1978/79 mit minus 18,3 Grad. Die mittlere Temperatur – ein Durchschnittwert aller Tag- und Nacht-Temperaturen – hat im Januar auf dem Petrisberg bei minus 1,6 Grad Celsius gelegen – und damit satte 2,5 Grad unter dem langjährigen Mittelwert. Im Januar 2009 lag der Mittelwert in Trier zum Beispiel bei warmen plus 5,6 Grad, im Januar 1963 bei frostigen minus 5,6 Grad.
Die Dauer der aktuellen Kälte- und Schneeperiode in Trier sei daher nicht außergewöhnlich, aber „bemerkenswert“, besonders für den milderen Südwesten, erklärt Hoffmann. In den nächsten Tagen soll es deutlich wärmer werden in Trier, am Wochenende bis zu sechs Grad plus. Dass es das dann mit dem Winter in Trier gewesen ist, darauf will sich Hoffmann allerdings nicht festlegen: „Der Februar gehört noch zum Winter dazu – kalendarisch und meteorologisch.“

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