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Trockener Sommer
Sonne, Sonne, Sonne!

Sonne, Sonne, Sonne. So viel scheint sie derzeit, dass mancher sich über Wolken freut.
Sonne, Sonne, Sonne. So viel scheint sie derzeit, dass mancher sich über Wolken freut. FOTO: dpa / Hauke-Christian Dittrich
Trier. Der TV-Wetterexperte macht klar: Wer sich nach Abkühlung sehnt, braucht Geduld. Von Katharina De Mos

34 Grad, 33 Grad, 35 Grad, Sonne, Sonne Sonne. Ein Ende der Hitzewelle ist laut TV-Wetterexperte Dominik Jung für die Region Trier nicht in Sicht. Einzig am Mittwoch soll es mit um die 30 Grad etwas „kühler“ werden. Zudem könnten Gewitter dann den von Bauern und Gärtnern so dringend ersehnten Regen bringen – allerdings auch Sturmböen oder Hagel.

Bis Dienstag kommender Woche wird in Trier laut Jung immer wieder die 35-Grad-Marke erreicht. „Das ist schon sehr ungewöhnlich“, sagt er. Die Hitzewelle nehme langsam aber sicher historische Dimensionen an. Da sich auch Flüsse und Seen stark erwärmen, könne es zu einem Fischsterben kommen. Die Großwetterlage sei seit Wochen festgefahren. „Das Jahr 2018 hat es in sich. Es gab mit April und Mai gleich zwei Temperatur-Jahrhundertrekorde hintereinander, und nun sind wir in diesem sehr trockenen und heißen Sommer gefangen“, sagt Jung. Ende offen.  Dieser Sommer sei deutschlandweit betrachtet der trockenste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Viel zu wenig Niederschlag fiel laut Deutschem Wetterdienst (DWD) vor allem im Norden und Osten Deutschlands. Mit 40 Litern pro Quadratmeter im Bundesmittel erreichte der Juli nur 52 Prozent seines Solls. Die Trockenheit führte in vielen Gebieten zu einer extremen Dürre. Der meiste Regen fiel in den Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen mit bis zu 150 Litern. Die Sonnenscheindauer überstieg ihr Soll von 212 Stunden mit über 305 Stunden sehr deutlich. Damit wird der Juli 2018 laut DWD nach 2006 voraussichtlich der zweitsonnigste seit 1951, dem Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen. Im Norden verzeichneten einige Stationen neue Rekorde. Besonders häufig schien die Sonne vor allem an der Ostseeküste, teilweise mehr als 360 Stunden. Immer noch über dem Schnitt, aber doch deutlich weniger ließ sich die Sonne im Alpenraum blicken – mit rund 230 Stunden.

Im Juli zählte Rheinland-Pfalz laut DWD mit 21,0 °C (Mittel: 17,1 °C) zu den wärmeren, mit 315 Sonnenstunden (Mittel: 210 Stunden) aber zu den vergleichsweise sonnenscheinarmen Bundesländern. Die Niederschlagssumme erreichte 35 Liter pro Quadratmeter (Mittel: 72 Liter).