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Spangdahlem: Eltern schütteln Säugling fast zu Tode

Spangdahlem. In Spangdahlem im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist ein acht Monate alter Säugling schwer misshandelt worden. Die Eltern stehen unter Verdacht, das Kind so brutal geschüttelt zu haben, dass der Säugling schwerste Verletzungen erlitt. Die Mutter sitzt in Untersuchungshaft.

(kah/red) Die Eltern, ein US-Militärangehöriger und seine 22 Jahre alte Frau, stehen unter Verdacht, das Kind so brutal geschüttelt zu haben, dass der Säugling mit schwersten Verletzungen an Kopf und Rücken in eine Spezialklinik nach Bonn gebracht werden musste. Nach TV-Information ist der Gesundheitszustand es Kindes nach wie vor äußerst kritisch.

Die 22-jährige Amerikanerin und ihr auf der US-Airbase Spangdahlem stationierter Ehemann hatten nach Angaben der Trierer Staatsanwaltschaft am 2. September ihren acht Monate alten Sohn in die Notaufnahme des Wittlicher Krankenhauses gebracht. Dort stellten Ärzte schwerste Misshandlungsanzeichen am Körper des Kindes und innere Verletzungen fest. Wegen des lebensbedrohlichen Zustandes wurde der Säugling in eine Spezialklinik in St. Augustin verlegt, wo der ärztliche Befund des Krankenhauses Wittlich bestätigt wurde. Das Kind schwebt nach wie vor in Lebensgefahr.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt gegen die Mutter, die sich seit 3. September in Untersuchungshaft befindet, wegen gemeinschaftlichen versuchten Totschlages. Die 22-Jährige erklärte, sie könne sich die schweren Verletzungen ihres Sohnes nicht erklären. Der Ehemann der Beschuldigten untersteht nach dem Nato-Truppenstatut der amerikanischen Militärgerichtsbarkeit. Bei dem Nato-Truppenstatut handelt es sich um einen völkerrechtlichen Vertrag, den die Bundesrepublik Deutschland mit den Staaten abgeschlossen hat, die Streitkräfte in Deutschland stationiert haben.

Die Vormundschaft für das Kind hat inzwischen der Eifelkreis Bitburg-Prüm übernommen.