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Spielzeug-Museum in Traben-Trarbach droht der Ausverkauf

Spielzeug-Museum in Traben-Trarbach droht der Ausverkauf

Stark gefährdet ist eine einzigartige Sammlung in Traben-Trarbach: Die Exponate des Spielzeug-Museums von Liselotte Castendyck müssen möglicherweise veräußert werden, um den Lebensunterhalt der hoch betagten Museumsbesitzerin zu sichern.

(GKB) Eine Gruppe engagierter Bürger möchte die Sammlung erhalten, um sie weiterhin den Bürgern und Gästen der Stadt präsentieren zu können.

Am 14. August 1994 hatte Liselotte Castendyck ihr Museum in der Grabenstraße eröffnet. Kaum zu zählen sind die über viele Jahrzehnte gesammelten Spielsachen, die Besucher aus aller Welt begeisterten. „Die Sammlung ist einzigartig und bereichert unsere Stadt“, sagte Stadtratsmitglied Peter Storck, der den „Ausverkauf“ des Museums abwenden will.

Eine vom Amtsgericht eingesetzte Betreuerin kümmert sich um die Belange von Liselotte Castendyck (87) und sie benötigt Geld. Die Rente reicht nicht, um die laufenden Lebenshaltungskosten zu bezahlen. „Die Puppen bieten sich da als vermeintlich leicht verkäufliche Ware an“, sagte Rechtsanwalt Andreas Bogner. Castendycks Tochter soll bereits einen Auktionator bestellt haben, um den Wert der Exponate schätzen zu lassen. Der Haken an der Sache sind die vielen Leihgaben, die Bürger einst dem Museum mit der Auflage überließen, dass sie in der Stadt bleiben und der Öffentlichkeit präsentiert werden müssen. Im Falle eines Verkaufs dürften sie nicht mitveräußert werden.

Jetzt soll eine Interessengemeinschaft gebildet werden, mit dem Ziel, einen Trägerverein zu gründen. Angestrebt wird ein Gespräch mit der Betreuerin. Zwei fachkundige Bürgerinnen wollen noch in dieser Woche damit beginnen, anhand von Preisführern den Wert der Puppen zu ermitteln.