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Staatsanwaltschaft ermittelt im Zigarettengeschäft

Staatsanwaltschaft ermittelt im Zigarettengeschäft

Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat gegen den 42-jährigen Geschäftsführer eines Trierer Speditionsunternehmens und einen 60-jährigen ehemaligen Mitarbeiter eines Zigarettenherstellers mit Sitz in Trier Anklage wegen Bestechung bzw. Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr erhoben. Angeklagt sind 18 Einzeltaten.

Nach dem Ergebnis der Ermittlungen hat der im Bereich Logistik tätige gewesene 60-jährige Angeschuldigte von dem mit angeschuldigten Geschäftsführer der Spedition seit 2002 regelmäßig Zuwendungen in fünfstelliger Höhe als Gegenleistung dafür gefordert, dass dem Speditionsunternehmen Frachtaufträge für internationale Tabak- und Zigarettentransporte zugingen.

Aufgrund dieser Forderung erfolgten zwischen 2003 bis 2006 insgesamt 18 Zahlungen oder Sachzuwendungen in einem Gesamtumfang von rund 120.000 Euro.

Die Angeschuldigten sind nicht vorbestraft. Während der Geschäftsführer der Spedition den Vorwurf eingeräumt hat, bestreitet der ehemalige Mitarbeiter des Zigarettenherstellers die Vorwürfe.

Die Ermittlungen kamen durch eine anonyme Strafanzeige in Gang.

Im Falle eines Schuldspruches müssen die Angeklagten mit drei Monaten bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe rechnen.

"Ein Termin zur Hauptverhandlung ist noch nicht bestimmt", erklärte der leitender Oberstaatsanwalt, Horst Hund.