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Stadtführer zeigen die Arbeiterseite Triers am Weltgästeführertag

Stadtführer zeigen die Arbeiterseite Triers am Weltgästeführertag

„Es riecht nach Arbeit“ in Deutschlands ältester Stadt. Und vier Trierer Stadtführer haben zum Weltgästeführertag 160 Gäste gezeigt, wo in früherer Zeit Trier wie gearbeitet wurde.

(mehi) Um den Domstein ragen viele Sagen. Wie und woher die Granitsäule tatsächlich vor die Eingangstür des Gotteshauses gelangte, erklärte Stadtführerin Dorothee Serwe zum Weltgästeführertag. Dieser ist jährlich im Februar und in diesem Jahr dem Thema „Arbeit“ gewidmet. Rund 60 Vereine des Bundesverbands der Gästeführer Deutschland (BVGD) beteiligen sich an der Aktion, darunter der Verein der Gästeführer in Stadt und Region Trier (VGT).

„Es ist unser Dank an die Trierer, die sehr leiden unter den Touristen-Gruppen, das sie das aushalten und uns wohl gesonnen sind“, sagte Serve. Der Domstein war nur eine Station, dann wanderte die Gruppe zum Handwerkerbrunnen, wo Susanne Romoth, VGT-Vorsitzende des über die Bedeutung des Handwerks und der Zünfte in Deutschlands ältester Stadt berichtete und auch zu alten Handwerkshäusern in der Neustraße führte.

Dass Stadtführungen nicht trocken sein müssen, bewies Bernd Klein im Hof der Bischöflichen Weingüter. Nicht nur, weil jeder Gast einige Tropfen leckeren Domriesling verköstigen durfte. Sondern auch, weil der Mehringer Winzer ein Stück Weinberg mitgebracht hat und an den Reben die Arbeit seiner Kollegen demonstrierte. Vom Rebensaft gestärkt wanderte die Gruppe weiter zum Kulturzentrum Tufa. Hier erläuterte Stephan Thehos die Bedeutung der Weberzunft für das mittelalterliche Trier und erklärte, wie es zu dessen Niedergang kam.