Stadtmarketingfrau Straubinger steht auf der Kippe

Stadtmarketingfrau Straubinger steht auf der Kippe

Ob Jutta Straubinger als Stadtmarketingfrau in Hermeskeil weitermachen kann, ist nach der Jahreshauptversammlung des Hochwald-Gewerbeverbands (HGV) am Donnerstag offener denn je. Der HGV steht nach wie vor voll hinter Straubinger. Der neue Stadtbürgermeister Udo Moser machte jedoch deutlich, dass die Kommune Bedingungen stellt, wenn sie sich weiter an der Finanzierung ihrer Stelle beteiligen soll.

„Die Zukunft von Jutta Straubinger vom Hermeskeiler Stadtmarketing ist auch nach der vierstündigen Mammut-Sitzung des HGV nicht geklärt. HGV und Stadtchef lagen bei der Beurteilung ihrer Arbeit nicht auf einer Linie – das hatte die spannungsgeladene Diskussion gezeigt.

Zur Erinnerung: Die Stadt hatte 2007 und 2008 dem HGV einen jährlichen Zuschuss von 10.000 Euro gewährt, der größtenteils zur gemeinsamen Finanzierung von Straubingers Stelle verwendet wurde. Auch für 2009 ist dieser Betrag in den Stadthaushalt eingestellt. Zu einer pauschalen Vergütung waren die Stadtgremien aber bereits im Februar nicht mehr bereit. Zuschüsse sollen an den HGV nur noch für projektbezogene Leistungen fließen.

2009 wurde bisher von der Kommune aber noch kein Geld für den HGV freigegeben. „Wir stehen deshalb finanziell vor dem Kollaps und müssten Straubinger Ende des Jahres entlassen“, machte Andreas Noll vom HGV-Vorstand deutlich. Dabei ist der HGV mit der Arbeit der 43-jährigen Fachfrau sehr zufrieden und will sie unbedingt halten. Grundsätzlich seien auch er und der Stadrat bereit, Marketing für das „Produkt Hermeskeil“ zu fördern, stellte Moser klar. Die Kommune müsse aber mehr fordern als bisher gelaufen sei. Er sei persönlich damit unzufrieden, „dass es immer gleiche Werbemaßnahmen und Events gibt, aber die Bemühungen langfristig ins Leere laufen“.

Moser forderte daher, dass Straubinger dem Rat ein neues Gesamtkonzept mit klar definierten Zielen und Handlungsempfehlungen vorlegen müsse. Die HGV-Vorsitzende Angelika Kohlhaas zeigte sich am Ende der Sitzung enttäuscht, „dass es kein klares Signal gegeben hat und wir immer noch nicht wissen, woran wir sind.“