Stadtrat Bernkastel-Kues votiert erneut gegen Fluchtröhre für den Burgbergtunnel

Bernkastel-Kues · Der Stadtrat Bernkastel-Kues hat am Donnerstagabend erneut seine Ablehnung gegen eine Fluchtröhre für den 555 Meter langen Burgbergtunnel in einen Beschluss gefasst. Ein solcher Tunnel wird nach einer EU-Richtlinie, die Bund und Land sogar noch schärfer auslegen, allerdings gefordert .

 1997 wurde in Bernkastel-Kues der Burgbergtunnel eröffnet. Die Entscheidung, ob parallel dazu ein Fluchttunnel gebaut werden muss, ist noch nicht gefallen. TV-Foto: Winfried Simon

1997 wurde in Bernkastel-Kues der Burgbergtunnel eröffnet. Die Entscheidung, ob parallel dazu ein Fluchttunnel gebaut werden muss, ist noch nicht gefallen. TV-Foto: Winfried Simon

 Der 553 Meter lange Burgbergtunnel soll sicherer – und damit teurer – werden. TV-Foto: Archiv/Sven Eisenkrämer

Der 553 Meter lange Burgbergtunnel soll sicherer – und damit teurer – werden. TV-Foto: Archiv/Sven Eisenkrämer

(cb) Alle Fraktionen betonten die Unsinnigkeit dieses Projektes. Hier werde nur Geld im Boden vergraben, das anderswo fehle. Der Kreis wurde aufgefordert, sich ebenfalls gegen die Forderung zu sperren. Die Stadt werde sich nicht an den Kosten beteiligen. Die Aufsichts- und Dienstleistungs-Direktion Trier habe vor wenigen Tagen dem Kreis untersagt, sich an den Kosten für die Realschulen plus zu beteiligen.

"Sie müsste dem Kreis und der Stadt auch verbieten, sich an den Kosten für einen Fluchttunnel zu beteiligen", erklärte Brigitte Walser-Lieser (SPD) unter dem Beifall der anderen Fraktionen. Bei dem Tunnel, der die Stadt mit dem Hunsrück verbinde, handele es sich nicht, wie in der EU-Richtlinie erläutert, um eine transeuropäische Verkehrsachse, bemerkte Andreas Hackethal (CDU) sarkastisch.

Grundsätzlich hat sich der Stadtrat am Donnerstag dafür ausgesprochen, in leer stehenden Räumen im Postgebäude in Kues ein Jugendkulturzentrum einzurichten. Ein Arbeitskreis unter Leitung der Beigeordneten Karin Fass (CDU) hat dafür ein Konzept erstellt. Zuvor sollen aber noch die Gremien der Verbandsgemeinde Bernkastel-Kues zu Tische sitzen, um über eine finanzielle Beteiligung nachzudenken.

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