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Stadtrat Bitburg stellt Weichen für Seniorenberater und DSL-Versorgung in Matzen und Erdorf

Stadtrat Bitburg stellt Weichen für Seniorenberater und DSL-Versorgung in Matzen und Erdorf

Um die Belange der Senioren in Bitburg wird sich bald ein ehrenamtlicher Seniorenberater kümmern. Der Stadtrat beschloss in seiner Sitzung am Donnerstag, eine entsprechende Stellenausschreibung auf den Weg zu bringen. Einstimmig erfolgte die Entscheidung, die Ausschreibung für die Breitbandversorgung für Erdorf und Matzen auf den Weg zu bringen.

(neb) Ursprünglich hatte die SPD-Fraktion des Bitburger Stadtrats Anfang des Jahres beantragt, einen Seniorenbeirat in der Stadt einzurichten – doch Bitburg versucht es vorerst mit der „abgespeckten Variante“ des ehrenamtlichen Seniorenberaters, der die Interessen der Bitburger Senioren künftig vertreten soll. Bei einer Enthaltung wurde beschlossen, dass nun eine Stellenausschreibung erfolgen soll, anschließend wird der Hauptausschuss einen geeigneten Bewerber auswählen.

Intensiver gestaltete sich die Diskussion um das Thema Breitbandversorgung der Stadtteile Erdorf und Matzen: Bis voraussichtlich August sollen die Leerrohre verlegt sein, durch die mögliche DSL-Anbieter wie etwa die Telekom Breitbandkabel ziehen können. Rund 182.000 Euro kostet die Verlegung insgesamt – da die Maßnahme aus dem Konjunkturpaket II gefördert ist, muss Bitburg allerdings lediglich 50.000 Euro davon tragen. Doch auch die können schmerzen – vor allem dann, wenn durch die vorhandenen Leerrohre möglicherweise überhaupt kein Kabel gezogen wird: In der Stadtratssitzung betonte die Stadtverwaltung, dass keineswegs sicher sei, dass ein Kabelanbieter den Zuschlag erhalte, selbst wenn die Stadtratsmitglieder und auch die Ortsvorsteher von Erdorf und Matzen eine Kabel-Lösung bevorzugen.

Grund für die Fragezeichen hinter der Kabel-Lösung ist der Grundsatz der „Diskriminierungsfreiheit“: Sollte nach der öffentlichen Ausschreibung nämlich ein Funkanbieter eine kostengünstigere, aber konkurrenzfähige Lösung präsentieren, sind dem Rat die Hände gebunden: Dann muss der Funkanbieter den Zuschlag erhalten, obwohl die erforderlichen Leerrohre für mögliche Kabel-Anbieter vorhanden sind. Doch so weit ist es noch nicht: Bis zum 15. Juni können sich DSL-Anbieter nun auf die Ausschreibung hin ein Angebot abgeben, dann wird sich herausstellen, ob die Internetnutzer in Erdorf und Matzen im Laufe des nächsten Jahr über Funk oder Kabel im weltweitern Netz surfen.