Starke Schneefälle sorgen für Verkehrsbehinderungen

Wetter : Mehrere Dutzend Unfälle auf glatten Straßen (Update)

Stärkere Schneefälle haben am Freitag zu größeren Beeinträchtigungen im Straßenverkehr geführt. In den Höhenlagen der Region kam der Verkehr teilweise zum Erliegen.

Update Samstag, 9.50 Uhr: Nach Angaben der Polizei sei es am Samstagmorgen im Verbreitungsgebiet bislang ruhig geblieben, es seien keine Vorfälle bekannt. Auf der A1 bei Mehring habe sich die Verkehrssituation gegen Mitternacht entspannt. Der deutsche Wetterdienst warnt für den Samstag und Sonntagmorgen vor Glätte.

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Mehrere LKW, Busse und auch Autos standen quer oder rutschten in den Graben. Wie das Polizeipräsidium Trier mitteilte, waren ab dem Morgen nicht nur Eifel und Hunsrück betroffen. Auch in Trier, insbesondere in den Höhenlagen, stand der Verkehr teilweise. Mehrere LKW, Busse und auch Autos standen quer oder konnten wegen des Wetters nicht weiterfahren.

„Wir hatten bis zum Nachmittag vor allem Unfälle in den Bereichen Trier, Hermeskeil und Saarburg. Die Eifel blieb bis dahin weitgehend verschont“, bilanzierte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Trier am Freitagabend. Bis 16 Uhr zählte die Einsatzleitstelle 41 witterungsbedingte Unfälle. In den meisten Fällen blieb es bei Blechschäden, aber es gab auch zwei Schwer- und drei Leichtverletzte. Eine Rollerfahrerin stürzte in Trier auf der Luxemburger Straße mit dem Rad und zog sich Knochenbrüche zu. In Idar-Oberstein rutschte ein Auto in den Graben, dort wurde eine Autofahrerin schwer verletzt. Mit einem Schock musste eine ältere Frau vorsorglich ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem ein mit neun Fahrgästen besetzter Linienbus bei Gusterath in die Leitplanke gerutscht war. Die Passagiere konnten mit einem anderen Bus weiterfahren.

Ein Problemschwerpunkt war am Freitag die A 1 in Richtung Saarbrücken. Zwischen Mehring und Hermeskeil stellten sich nach starken Schneefällen sieben LKW quer, dort ging eine zeitlang nichts mehr. In der Gegenrichtung staute sich der Verkehr vor der Autobahnbaustelle am Mehringer Berg, weil dort die Verkehrsführung umgestellt wurde.

Auch im Aveler Tal ging am Freitagmorgen zeitweise nichts mehr, mehrere Autos rutschten dort ineinander. Viele Busse in Trier fuhren am späten Vormittag nach TV-Informationen nicht. Wie die Trierer Stadtverwaltung mitteilte, verfüge die Stadt noch über rund 1500 Tonnen Streusalz. Im Normalfall reiche diese Menge für einen gewöhnlichen Winter ohne außergewöhnlich lange Phasen mit extrem niedrigen Temperaturen aus. Die Lieferverträge seien zudem so gestaltet, dass jederzeit relativ kurzfristig Salz nachgeordert werden könne. Im vergangenen Jahr wurden laut Rathaus rund 1200 Tonnen Salz verbraucht.

Den ganzen Tag und vor allem am Abend gab es vielerorts Probleme mit überfrierender Nässe. Auf der B 51 zwischen Olzheim und Stadtkyll gab es am Freitagabend größere Probleme auf einem Steigungsstück bei Reuth. Dort hatten sich auf spiegelglatter Straße erneut LKW quer gestellt. Autos rutschten dort in den Straßengraben. Auch hier kam es zu einem Unfall.

Die Polizei bittet Autofahrer, angesichts anhaltender winterlicher Straßenverhältnisse weiterhin vorsichtig zu fahren und auf Strecken, auf denen sich der Verkehr staut, zur Seite zu fahren, um eine Rettungsgasse für Einsatzfahrzeuge und eine Gasse für die Streufahrzeuge zu gewährleisten.