Streik im öffentlichen Dienst: Müll bleibt liegen, Busse fahren nicht (Foto/Video/Umfrage)

Mit massiven Warnstreiks haben die Gewerkschaften am Mittwoch das öffentliche Leben in rheinland-pfälzischen Städten erheblich beeinträchtigt. Auch in Trier trafen sich 600 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zu einer Kundgebung auf dem Kornmarkt.

Trier. (neb/dpa) In Trier blieben Mülltonnen ungeleert, weniger als die Hälfte der Busse war im Einsatz, mehrere Kindergärten der Region arbeiteten nur noch mit einer Notbesetzung: Der Warnstreik der Gewerkschaft Verdi, dem sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sowie die kommunale Gewerkschaft „Comba“ anschlossen, ist an der Region nicht spurlos vorbeigegangen. Rund 600 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes – unter anderem Mitarbeiter der Stadtreinigung, der Verwaltung, der Verkehrsbetriebe und der Müllabfuhr sowie Erzieherinnen und Hausmeister der Schulen – verliehen ihren Forderungen auf einer Kundgebung auf dem Kornmarkt mit Transparenten und Trillerpfeifen lautstark Ausdruck. Zu ihnen gesellten sich 80 Arbeitnehmer aus elf Betrieben des Einzelhandels aus Trier und dem Umland, die sich bereits seit zehn Monaten im Tarifstreit mit ihren Arbeitgebern befinden. Gestern Abend streikten die Techniker des Trierer Theaters. Dadurch fiel die Aufführung der Oper „Madame Butterfly“ aus.
Landesweit beteiligten sich nach Gewerkschafts-Angaben fast 10000 Beschäftigte an dem Ausstand. Auch in zahlreichen anderen rheinland-pfälzischen Städten wie etwa Mainz, Koblenz, Speyer, Ludwigshafen und Kaiserslautern versammelten sich Gewerkschaftsmitglieder bei Kundgebungen. Bundesweit beteiligten sich rund 120000 Menschen an dem Warnstreik und erhöhten damit vor der heute beginnenden Verhandlungsrunde den Druck auf die Arbeitgeber. Vor allem der Flugverkehr litt unter dem Arbeitskampf.

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