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Streusalz wird knapp - Viele Straßen können nicht mehr gestreut werden

Streusalz wird knapp - Viele Straßen können nicht mehr gestreut werden

Ausgerechnet jetzt: Das Streusalz wird in vielen Teilen der Region auf Grund von Lieferengpässen knapp. Vor allem viele Nebenstraßen und Ortsdurchfahrten werden in der nächsten Zeit nicht mehr gestreut werden können. Das teilte am Dienstag der Landesbetrieb Mobilität mit, dem die Straßen- und Autobahnmeistereien unterstehen.

"Der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz wird mit seinen Straßen- und Autobahnmeistereien weiterhin wie bisher Räumeinsätze fahren, kann jedoch aufgrund massiver Lieferengpässe der Salzlieferanten nicht mehr alle Straßen gleichermaßen bedienen", heißt es in einer Mitteilung des Landesbetriebs. Die anhaltenden winterlichen Bedingungen seien der Grund für die Lieferengpässe. Für
Donnerstag, 28., und Freitag, 29. Januar, wurden vom Wetterdienst erneut heftige Schneefälle angekündigt. Der Winterdienst müsse daher, so der LBM, auf weniger wichtigen Straßen verringert werden.

Winterdiensteinsätze auf Bundesautobahnen werden nach wie vor rund um die Uhr durchgeführt, jedoch werden dort Parkplätze und Nebenfahrbahnen nur noch nachrangig bedient. Im nachgeordneten Netz ist der LBM gezwungen, die Einsätze auf die verkehrswichtige Zeit von 6 bis 20 Uhr zu begrenzen.

Hoch belastete Bundesstraßen, Strecken mit besonderen Gefahrenpunkten und Strecken zu Krankenhäusern, Feuerwachen und Polizeistationen, die häufig von Rettungsfahrzeugen genutzt werden, werden weiterhin bevorzugt bedient.

Bei mehrfach angebundenen Ortslagen kann nur noch die Hauptzufahrtsstraße im Winterdienst geräumt und gestreut werden.

In Ortsdurchfahrten kann grundsätzlich nur noch Schnee geräumt werden. Lediglich auf Steilstrecken in den Ortsdurchfahrten wird weiterhin Streusalz eingesetzt. Die geringeren Fahrgeschwindigkeiten, die Bebauung und die gute Ausleuchtung wirken sich hier, so der LBM, – bei fehlendem Streusalzeinsatz - positiv auf die Verkehrssicherheit aus, was außerorts nicht der Fall wäre.

Die Verkehrsteilnehmer müssen sich insgesamt auf verstärkte Einschränkungen in der Verkehrsqualität einstellen. Dies gilt insbesondere auf Nebenstraßen.

Bürger können sich in den Straßen- und Autobahnmeistereien darüber informieren, welche Straßen betroffen sind. Dazu ist dort ab Mittwoch, 27. Januar, in der Zeit von 6 bis 20 Uhr eine Info-Hotline eingerichtet. Die jeweiligen Meistereien samt Telefonnummern finden Sie auf de Internetseite www.lbm.rlp.de und dort unter den Rubriken „Über uns“ und „Standorte“. Die Meistereien sind auch im Telefonbuch eingetragen.

Der LBM Rheinland-Pfalz will alles tun, damit sich die Behinderungen in Grenzen halten. Trotzdem gibt er folgende Hinweise an die Verkehrsteilnehmer:
Vermeiden Sie Fahrten, die nicht unbedingt notwendig sind. Vermeiden Sie Steilstrecken. Wenn eine Fahrt unumgänglich ist, starten Sie nur mit Winterausrüstung (dazu gehören auch Schneeketten) und ausreichend Treibstoff im Tank. Fahren Sie vorsichtig!