Strompreise: Verbraucher haben die Wahl

Strompreise: Verbraucher haben die Wahl

Immer mehr Verbraucher zeigen den Energieriesen die rote Karte. Sie haben die Nase voll von überzogenen Strompreisen. Noch nie wechselten so viele Kunden den Anbieter wie derzeit.

Trier. (wie) Eines ist sicher: Der Strom wird noch teurer werden. Nachdem einige Anbieter im Juli und August ihre Preise zum Teil kräftig angezogen haben, rechnen die Verbraucherschützer damit, dass im Herbst die nächste Preisrunde kommen wird. „Weitere Preiserhöhungen für dieses Jahr sind nicht auszuschließen“, sagt Hans Weinreuther, Energie-Referent der Verbraucherberatung Rheinland-Pfalz. Das zeigt sich auch bei den Trierer Stadtwerken. Bis zum 1. Oktober sollen die Strompreise nicht erhöht werden. „Darüber hinaus können wir noch keine Aussage treffen“, sagt Stadtwerke-Sprecher Carsten Grasmück. Das hänge von der Entwicklung der Preise ab, zu denen die Stadtwerke den Strom einkaufen.

Auch der Essener Energiekonzern RWE erhöht voraussichtlich bis November nicht die Strompreise. Eigentlich war eine Tariferhöhung bereits für Oktober geplant. Doch nachdem dem Konkurrenten Vattenfall nach der jüngsten Preiserhöhung massenweise die Kunden weglaufen, ist man bei RWE vorsichtig geworden.

Immer mehr Kunden zeigen ihrem bisherigen Stromanbieter die rote Karte. Bislang wechseln gerade sechs Prozent der Verbraucher zu günstigeren Anbietern. In den vergangenen Wochen sei die Zahl allerdings deutlich angestiegen, sagt Energie-Experte Weinreuther. Die Verbraucherzentralen starten nun eine bundesweite Kampagne zum Stromwechsel.

„Unser Appell: Stromtarife vergleichen und zum günstigeren Anbieter wechseln.“ Bis zu 200 Euro ließen sich sparen. So bezahlt man laut Internetportal Verivox bei einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden in Bitburg oder Wittlich bei RWE 747 Euro im Jahr, beim günstigeren Anbieter Bonus Strom sind es 677 Euro – 70 Euro weniger. In Trier sind es beim Wechsel von den Stadtwerken zum Billiganbieter zwischen 55 und 70 Euro.

Links im Internet:

www.vzbv.de
www.verbraucherzentrale.de/stromwechsel
www.verivox.de

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