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Sturmfolgen: Lage entspannt sich – Bahn-Eifelstrecke beeinträchtigt – Stromversorgung: Noch elf Orte betroffen

Sturmfolgen: Lage entspannt sich – Bahn-Eifelstrecke beeinträchtigt – Stromversorgung: Noch elf Orte betroffen

Als Folge von Orkantief Xynthia waren am Montagmorgen in der Region noch zahlreiche Straßen gesperrt. Inzwischen jedoch entspannt sich die Lage auf den Straßen. Die Bahn meldet noch größere Schwierigkeiten auf der Eifelstrecke. Die Stromversorgung ist größtenteils wiederhergestellt.

(r.g.) Unfälle oder andere Vorkommnisse gab es in der Nacht nicht mehr, nachdem Sturmtief Xynthia auch mit großer Wucht über die Region hinweg gezogen ist. Als Folge des Sturms sind aber immer noch Straßen gesperrt, die von umgeknickten oder entwurzelten Bäumen blockiert werden.

Insbesondere betroffen ist der Kreis Trier-Saarburg. Gesperrt ist derzeit noch die B51 zwischen Konz-Könen und Wawern. Zwischen Daufenbach und Naurath auf der K38 bei Schweich ist wegen anhaltender Aufräumarbeiten mit Behinderungen zu rechnen. Die Polizei in Saarburg meldete insgesamt drei Unfälle bei denen parkenden Autos durch herabstürzenden Bäume beschädigt wurden. Des Weiteren sorgten in Saarburg mehrere umher fliegende Kindertrampolins für Sachschäden.

Im Bereich der Polizeiinspektion Wittlich lediglich die Bundesstraße 50 zwischen Platten und Wittlich Wengerohr sowie eine Kreisstraße im Bereich Manderscheid gesperrt.Im Bereich Prüm hingegen sind noch einige Straßen gesperrt, so die L30 zwischen Wallersheim und Kopp, die L10 zwischen Waxweiler und Krautscheid sowie die K172 zwischen Büdesheim und Birresborn. Auch im Kreis Vulaneifel sind Land- und Kreisstraßen noch gesperrt. Ebenso sind die Bundesstraße 257 zwischen Weidenbach und Meisburg sowie an mehreren Stellen die B421 noch gesperrt.

Auch im Zugverkehr normalisiert sich die Lage wieder. Probleme bereitet nach Angaben der Bahn noch die Eifelstrecke. Dort bereiten nach wie vor die Sturmfolgen Probleme, so dass die Strecke noch bis in den Nachmittag hinein gesperrt sein könnte. Konkret gesperrt sind die Streckenabschnitte Ehrang – Gerolstein – Jünkerath. Auch zwischen Mayen und Kaisersesch verkehrt kein Zug. Ein Ersatzverkehr konnte noch nicht eingerichtet werden.

Schienenersatzverkehr konnte noch nicht eingerichtet werden. Auf der Strecke Trier-Koblenz rollt der Zugverkehr seit dem Morgen wieder. Aller kommt es insbesondere auf eingleisigen Abschnitten noch zu Beeinträchtigungen, so dass Züge auf die Gegenzüge warten müssen.

Die Stromversorgung in der Region ist größtenteils wiederhergestellt. Insgesamt elf Orte waren am Vormittag noch ohne Strom beziehungsweise war dort die Stromversorgung erst teilweise wiederhergestellt. "Im Dunkeln" saßen noch die Gemeinden St. Thomas, Berkoth, Uppershausen und Seiwerath im Eifelkreis Bitburg-Prüm sowie Oberscheidweiler und Niederscheidweiler im Kreis Bernkastel-Wittlich. Die RWE stellten teilweise, so zum Beispiel in St. Thomas, die Stromversorgung mit Notstrom-LKW her.

Teilweise wiederhergestellt ist die Versorgung in Roscheid, Dahnen, Dasburg, Harspelt und Lützkampen-Stuppach (alle VG Arzfeld).

RWE-Pressesprecher Rolf Lorig geht davon aus, dass in den betroffenen Orten die Stromversorgung bald wieder funktionieren wird.

Bis 22 Uhr am Sonntag waren etwa 70 Monteure, Planer und Ingenieure der RWE Rhein-Ruhr Verteilnetz sowie eine große Zahl an Mitarbeitern von Fremdfirmen unterwegs, um die Sturmschäden im Stromnetz zu reparieren. Seit 6 Uhr sind die Stromfachleute wieder im Einsatz. Verstärkung erhalten die RWE-Mitarbeiter in der Region von 30 RWE-Monteuren, die noch am späten Sonntag aus unterschiedlichen Bundesländern an die Mosel reisten.

"Die Reparatur des Stromnetzes wird auf Grund der Vielzahl an Schäden jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Rund 20 große Notstromaggregate, die zu einem großen Teil noch in der Nacht aus nicht betroffenen RWE-Regionen in den Raum Trier gebracht wurden, sorgen dafür, dass auch in dieser Zeit die Stromversorgung weiter sichergestellt ist", teilen die RWE mit.