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Sturmtief Burglind: Umgestürzte Bäume, Stromausfall, Straßensperrungen in der Region (Fotos)

Umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen und Stromausfall in vielen Orten in der Region. Das sind die Auswirkungen von Sturmtief Burglind, das am Morgen mit 120 Stundenkilometern über die Region gezogen ist.
Umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen und Stromausfall in vielen Orten in der Region. Das sind die Auswirkungen von Sturmtief Burglind, das am Morgen mit 120 Stundenkilometern über die Region gezogen ist. FOTO: Florian Blaes / TV
Trier/Region. Orkanartige Böen sind am Mittwochmorgen mit mehr als 120 Kilometern pro Stunde über den Westen Deutschlands gefegt. Besonders in der Eifel und Vulkaneifel war die Feuerwehr im Dauereinsatz. Es gab zahlreiche Straßensperrungen und mehrere Unfälle wegen umgestürzter Bäume, so die Polizei. Von Mandy Radics, Joachim Engbrocks, Fritz-Peter Linden, Agentur Siko, Florian Blaes, Wilfried Hoffmann
Mandy Radics

Mehrere Stunden lang waren rund 50 Monteure am Mittwochmorgen im Einsatz, um Störungen bei der Elektrizitätsversorgung zu beheben. Nach Auskunft von David Kryszons, Sprecher des Netzbetreibers Westnetz, gab es im Gebiet des ehemaligen Regierungsbezirks Trier sieben Störungen im Mittelspannungsnetz sowie zahlreiche weitere in den dörflichen Verteilnetzen. Besonders viele Probleme gab es zwischen 5.30 und 7 Uhr in den Bereichen Winterspelt, Welschbillig/Aach und Saarburg/Trassem. Laut Westnetz waren insgesamt bis zu 10.000 Menschen von den Ausfällen betroffen. Laut Kryszons wurden die Störungen nahezu ausnahmslos am Vormittag behoben. In der Stadt Trier, in der die Stadtwerke Trier zuständig für die Energieversorgung sind, gab es keine größere Störungen.

Im Trierer Stadtgebiet gab es zwei Einsätze wegen umgestürzter Bauzäune. Wegen umgestürzter Bäume wurden in Trier zudem der Hauptfriedhof und das Moselstadion gesperrt.

Auf der L 46 von Trier-Quint in Richtung Zemmer räumte die Feuerwehr Bäume aus dem Weg, ebenso am Speicherer Bahnhof.

In der Eifel rund um Prüm und Daun stürzten besonders viele Bäume um. In vielen kleinen Orten sei gegen 5.40 Uhr der Strom ausgefallen. Laut Polizei handle es sich dabei um etwa 20 Orte rund um Trier, Daun und Bitburg. Darunter Welschbillig, Butzweiler, kleine Orte rund um Bitburg und Daun, Eschfeld, Bettenfeld und Sellerich.

Sturmtief Burglind wütet in der Region FOTO: Von Florian Blaes

In der Verbandsgemeinde (VG) Prüm fiel in etlichen Orten vorübergehend der Strom aus, darunter Büdesheim, Wallersheim, Winterscheid, Winterspelt, Kleinlangenfeld, Neuendorf und Olzheim. Auch die Obere Kyll war zeitweise ohne Strom - darunter die Orte Feusdorf, Esch, Gönnersdorf, Lissendorf, Reuth, Stadtkyll und Steffeln.

Die Feuerwehr Prüm berichtet von etwa 20 Einsätzen seit 6 Uhr, unter anderem musste die Landesstraße 20, die über den Schwarzen Mann führt, zeitweise gesperrt werden, weil dort zahlreiche Bäume und Äste auf die Fahrbahn gestürzt waren. Außerdem seien einige Autofahrer nicht mehr weitergekommen, sagt der stellvertretende Wehrführer Tobias Kickertz: Vor und hinter ihnen waren Bäume auf die Straße gekracht. Niemand wurde verletzt, die L 20 ist mittlerweile wieder freigeräumt. Auch in der Stadt Prüm behinderten umgekippte Bäume den Verkehr, genau so wie in und bei Kerschenbach, Ormont, Jünkerath (Obere Kyll) und Steinmehlen und Willwerath (VG Prüm). In der Verbandsgemeinde Arzfeld stürzten unter anderem in Krautscheid und zwischen Philippsweiler und Eilscheid Bäume auf die Straßen.

In Schönecken warf der Wind einen Baum um, der dann auf eine Stromleitung und quer über die Straße stürzte. Auch mehrere Unfälle habe es gegeben. Verletzt worden sei dabei niemand.

Auch im Raum Saarburg und Konz waren die Einsatzkräfte im Dauereinsatz. Seit etwa 6 Uhr hatten die Menschen in Freudenburg keinen Strom mehr.

Außerdem fegte der Sturm dort überall Straßenschilder um. Durch den Starkregen wurden einige Straßen überflutet. Auf K139 zwischen Greimerath und Serrig stürzten mehrere Bäume um, ebenso auf der Straße zwischen Freudenburg und Trassem.

Das Sturmtief Burglind hinterlässt kaum Schäden an Mosel und im Hunsrück. Das meldeten die Polizeiwachen in Traben-Trarbach, Bernkastel-Kues und in Morbach. Demnach ist auf der Hunsrückhöhenstraße ein Baum umgestürzt, der inzwischen beseitigt wurde, im Bereich Traben-Trarbach gab es ebenso kleinere umgestürzte Bäume wegzuräumen. Der dortigen Polizei wurden weder Verletzte noch Sachschäden gemeldet. Etwas heftiger wehte es im Westen des Kreises: Im Salmtal deckte der Sturm das Dach einer Scheune ab, so dass das Technische Hilfswerk ausrücken musste. Verletzt wurde auch hier niemand. In Wittlich gab es keine größeren Schäden, die Lieser führt allerdings Hochwasser. Insgesamt sollen die Pegel der Flüsse in den kommenden Tagen steigen, mit größeren Schäden wird jedoch nicht gerechnet.

Stärkere Schäden meldete auch die Polizei in Zell im Nachbarkreis: In den Höhenlagen stürzten etliche Bäume. Während nach Angaben der Polizei die meisten der durch die Bäume hervorgerufenen Gefahrenstellen passierbar blieben, musste die - sowieso nur für Anliegerverkehr freigegebene - Kreisstraße 52 von Briedel in Richtung Flughafen Hahn von der Straßenmeisterei Alf jedoch komplett gesperrt werden. Hier waren etwa 20 große Fichten umgestürzt.

Zeitweise waren auch folgende Straßen gesperrt:

Wegen umgestürzter Bäume waren laut Polizei die B327 bei Morbach, die L155 zwischen Berglicht und Papiermühle, die B407 bei Kell und zwischen Zerf und Hermeskeil, die Straße zwischen Trier-Euren und Herresthal gesperrt. Außerdem die L146, Holzerath Richtung Kell am See. Umleitung über Reinsfeld. Heidenburg Richtung Trier, Tierheim Trier, wurde wegen umgestürzter Bäume vollständig gesperrt.

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