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Suchaktion nach Maxim Beck

Suchaktion nach Maxim Beck

Eine Woche nach dem mysteriösen Verschwinden des Trierer Stundenten Maxim Beck organisiert der Freundeskreis eine Suchaktion nach dem 28-Jährigen. Beck wird seit dem 30. Juli vermisst. Er hatte für diesen Tag ein Ticket für einen Flug vom Flughafen Hahn nach Berlin, hat den Flieger jedoch nie betreten. Erinnerungen an den immer noch ungelösten Fall Tanja Gräff werden wach.

 Vermisst: Der Trierer Student Maxim Beck. Foto: Polizei
Vermisst: Der Trierer Student Maxim Beck. Foto: Polizei
 Vermisst: Der Trierer Student Maxim Beck. Foto: Polizei
Vermisst: Der Trierer Student Maxim Beck. Foto: Polizei

(jp/zad/lrs) Starten wird die Suchaktion nach dem Vermissten am kommenden Samstag, 8. August, um 10.30 Uhr am Trierer Hauptbahnhof. „Wir versuchen so viele Menschen wie möglich in Trier zu mobilisieren“, sagte Anastasia Lialina, eine Freundin Maxim Becks, gegenüber dem TV. Zur Suchaktion versuchen Familie und Freunde Maxims Helfer mit Autos, Mottorädern, Fahrrädern und Hunden aufzurufen. Am Tag der Suchaktion wolle man Trier und die Umgebung Stück für Stück absuchen. Derweil hat die Polizei Trier auf die Flugblattaktion und die Fahndung noch keine konkreten Hinweise auf den Verbleib Maxim Becks. Am Dienstag hatte ein Polizeihubschrauber bereits mögliche Anfahrtsstrecken zum Flughafen Hahn abgeflogen. „Ohne Ergebnis“, hieß es am Mittwoch. Auch in Luxemburg sucht die Polizei nach dem Trierer Studenten.

Maxim Becks Familie beschreibt ihn als zuverlässig, als ruhigen Menschen, der weder Schwierigkeiten sucht noch in solchen steckt. Weil der 28-Jährige am 30. Juli nicht wie geplant mit dem Flieger von Frankfurt-Hahn in Berlin landete und via Bus zu seiner Familie nach Dresden fuhr, wurde diese stutzig. Der junge Mann ist nie in Berlin eingetroffen. „Die Polizei hat uns bestätigt, dass Maxim definitiv nicht in das Flugzeug gestiegen ist“, berichtet Bruder Viktor Beck dem TV. Einen Tag vorher hatte Maxim versucht, seine Eltern anzurufen. Rückrufversuche blieben erfolglos. Aus Sorge reiste die Familie nach Trier, um nach ihm zu suchen. Der vermisste Student unternahm gern Ausflüge mit dem Rad nach Luxemburg. Auffällig ist, dass in seiner Wohnung weder das Fahrrad noch seine Kamera zu finden sind.

Genau so begann auch vor zwei Jahren der Vermisstenfall Tanja Gräff. Auch die damals 21-jährige Studentin aus Korlingen (Landkreis Trier-Saarburg) galt als ruhige, absolut zuverlässige junge Frau. Am 7. Juni 2007 wurde sie auf dem Sommerfest der Fachhochschule Trier zum letzten Mal gesehen.

Die Polizei startete die größte Suchaktion, die es jemals in der Region Trier gegeben hat, koordiniert von einer 30-köpfigen Sonderkommission. Tausende von Hinweisen wurden geprüft und ausgewertet, doch bis heute ist Tanja Gräffs Schicksal ein Rätsel. Die Ermittler zweifeln nicht daran, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Nur drei Monate später, am 4. September 2007, verschwand Walter Klein aus Oberlascheid (Eifelkreis Bitburg-Prüm). Der 69-Jährige war zu einem Arzttermin in Bleialf nicht erschienen. Sein Auto wurde einen Tag später im luxemburgischen Clervaux gefunden.

Hinweise nimmt jede Polizei-Dienststelle entgegen. Das Hinweistelefon der Sonderkommission: 0651/2019-510