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Tausende Besucher beim Dampfspektakel in der Region

FOTO: Klaus Kimmling
Ulmen/Trier. Mehrere zehntausend Eisenbahnfans hat das „Dampfspektakel 2010“ am Osterwochenende in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Luxemburg angelockt. Überschattet war das Fest von zwei Unfällen im Bahnhof Ulmen und in Bullay .

(dpa/red) Der Jugendliche war am Samstag von einer Dampflok überfahren worden, als er sich im Gleisbett aufhielt, um eine technische Überprüfung eines historischen Dampfzuges zu überwachen. Wegen des Lärmpegels überhörte er vermutlich den Warnpfiff einer Lok auf dem Gegengleis. Die Dampflok konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste den 17- Jährigen, der lebensgefährliche Verletzungen erlitt und später nach Polizeiangaben im Krankenhaus starb.

Einen weiteren Unfall gab es am Ostermontag. Kurz nach 15.30 Uhr fuhr ein älterer Mann mit seinem Auto über den Vorplatz des Bullayer Bahnhofs, der zu dieser Zeit mit zahlreichen Gästen des Dampfspektakels bevölkert war. Da er nicht durch die Menschenmassen fahren wollte, hielt er an und wollte wenden. Hierbei geriet er mit seinem Fahrzeug in eine Personengruppe. Von dieser Gruppe wurden vier Fußgänger verletzt. Die Verletzungen waren laut Polizei wohl nur leichter Art.

Insgesamt rund 200 historische Züge und mehr als 15 Dampfloks verkehrten sternförmig von Trier nach Koblenz, Gerolstein, Saarbrücken und Luxemburg. Nach Veranstalterangaben kamen an den Ostertagen deutlich mehr Gäste als erwartet: „Viele, viele Zehntausend“. Alle Züge seien voll ausgebucht gewesen.

Noch bis zum Dienstag dauert das Fest zum Jubiläum 175 Jahre Deutsche Eisenbahnen. Besucher können mit historischen Zügen fahren oder bei Ausstellungen und Veranstaltungen mehr über Geschichte und Technik erfahren. Um Kohlen nachzuladen und Wasser zu tanken, machen viele Loks im historischen Lokschuppen in Gerolstein Station.