Tödliche Einsatzfahrt: Polizei setzt auf Zeugenaussagen

Tödliche Einsatzfahrt: Polizei setzt auf Zeugenaussagen

Auch eine Woche nach dem tödlichen Ausgang einer Feuerwehr-Einsatzfahrt tappt die Polizei bezüglich der Unfallursache noch im Dunkeln. Ein 47-jähriges Mitglied der Thalfanger Feuerwehr war noch an der Unfallstelle bei Hilscheid seinen Verletzungen erlegen.

(iro) Die Morbacher Polizei erhofft sich im Zusammenhang mit dem tödlichen Verkehrsunfall, in den ein Feuerwehrfahrzeug verwickelt war, neue Informationen durch die Anhörung von Zeugen. Befragt werden der Fahrer eines DRK-Blutspendefahrzeugs, das vom Löschfahrzeug gestreift wurde, bevor das Feuerwehrauto die Leitplanke durchbrach und gegen einen Baum prallte. Auch der schwer verletzte Beifahrer des tödlich Verunglückten soll gehört werden.

Ihm geht es nach Angaben des Kreisfeuerwehrinspekteurs Willi Herres „den Umständen entsprechend gut“. Er wird mit Frakturen und Quetschungen stationär in einem Trierer Krankenhaus behandelt.

Die Beamten ermitteln auch, ob dem Tanklöschfahrzeug möglicherweise ein Fahrzeug auf der eigenen Spur entgegenkam. Nach Volksfreund-Informationen hat es entsprechende Gerüchte gegeben. Morbachs Polizei-Chef Peter Werland bestätigt die Mutmaßungen. Ob tatsächlich etwas dran ist, dazu kann er zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen.

Ausgewertet werden auch die Spuren, die die Polizeibeamten vor Ort gesichert hatten. Ein Sachverständigengutachten wurde von der Polizei nicht veranlasst.

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