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Tourismus-Lösung des Verkehrsverein gescheitert

In der Stadt Kyllburg bewerben sich zwei Kommunalpolitiker auf den Stadtbürgermeister-Posten. TV-Foto: Rudolf Höser
In der Stadt Kyllburg bewerben sich zwei Kommunalpolitiker auf den Stadtbürgermeister-Posten. TV-Foto: Rudolf Höser
Kyllburg. Wieder zurück auf Null: Die vom Verkehrsverein angestrebte Lösung des Tourismus-Streits in der Kyllburger Waldeifel ist vermutlich vom Tisch. Zumindest hat der Kyllburger Verbandsgemeinderat gestern die Entscheidung über eine Mitgliedschaft in dem Verkehrsverein vertagt.

(neb) Grund für die Vertagung war, dass der Ortsgemeinderat Badem am Montag dem vorgeschlagenen neuen Konzept des Fremdenverkehrsvereins Kyllburger Waldeifel die Zustimmung verweigert hatte, weil es zu hohe Kosten für die verschuldete Gemeinde verursacht hätte. Da zudem der Gemeinderat von Neidenbach beschlossen hatte, dass man das Thema erst entscheiden werde, sobald der VG-Rat entschieden habe, der VG-Rat wiederum erst einen Entschluss fassen will, sobald alle Ortsgemeinden entschieden haben, scheint eine Zustimmung für das Konzept des Verkehrsvereins unmöglich.

Zum 1. Januar 2010 wollte der Verkehrsverein die Tourismus-Förderung, die seit Monaten in der Waldeifel brach liegt, übernehmen. Bedingung war, dass möglichst alle Ortsgemeinden sowie die Verbandsgemeinde Mitglied im Verein werden und einen entsprechenden Beitrag pro Einwohner und Bett leisten und dass die Verbandsgemeinde dem Verkehrsverein einen Mitarbeiter zum Betrieb der Tourist-Info kostenlos zur Verfügung stellt. Da die VG allerdings nach einem Gerichtsurteil nicht für die Tourismus-Förderung zuständig ist, sondern die Ortsgemeinden, müssen zunächst einmal alle Ortsgemeinden die Aufgabenwahrnehmung auf die VG übertragen, damit die VG dem Verkehrsverein tatsächlich einen Mitarbeiter kostenlos zur Verfügung stellen kann. Dies ist spätestens nach der Entscheidung aus Badem nicht mehr möglich.