Trier/Bitburg: Nazi-Vergleich nach Fusions-Debakel

Trier/Bitburg: Nazi-Vergleich nach Fusions-Debakel

Nach der geplatzten Fusion von Sparkasse Trier und Kreissparkasse (KSK) Bitburg-Prüm droht der Region Trier ein handfester Polit-Skandal. Weil der Vorsitzende der FWG-Fraktion im Kreistag Trier-Saarburg, Hugo Kohl, den CDU-Bezirksvorsitzenden Michael Billen in die Nähe der Nazi-Diktatur gerückt hat, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Trier.

(mr) Auf der Internetplattform des Trierischen Volksfreunds hatte Kohl am Samstag dem Kaschenbacher Landtagsabgeordneten Billen vorgworfen, "eine Vernichtungskonzeption" getätigt zu haben. Billen erinnere ihn an die Leiden und Unterdrückungen seiner (Kohls) Eltern in der Zeit von 1933 bis 1945. Michael Billen hat am Montag Strafanzeige gegen Hugo Kohl gestellt. Der Unionspolitiker wollte den Vorgang selbst nicht kommentieren. Kohl hat am Montagnachmittag die Vorwürfe indes relativiert. Sie seien in dieser Art "überzogen, falsch und nicht aufrecht zu halten". Nachdem der Kreistag Bitburg-Prüm die Fusion von Sparkasse Trier und Kreissparkasse Bitburg-Prüm vorläufig auf Eis gelegt hat, wurde am Nachmittag ebenfalls bekannt, dass der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Bernd Spindler, sein Amt zur Zeit ruhen lässt. Ein Grund dafür ist das Abstimmungsverhalten seiner Fraktion. Sechs SPD-Mandatasträger hatten am Donnerstag gegen das Aussetzen der Fusionsverhandlungen gestimmt, drei hatten sich enthalten.

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