Trier: Eine Stadt bangt mit TBB und Eintracht

Trier: Eine Stadt bangt mit TBB und Eintracht

Es ist der Tag der (Vor-)Entscheidung: Am Freitagabend stehen Basketball-Bundesligist TBB Trier (20 Uhr, gegen Hagen) und Fußball-Regionalligist Eintracht Trier (19 Uhr, gegen Mönchengladbach II) vor wegweisenden Heimspielen. Die Sportstadt Trier steht am Scheideweg.

(bl) Wie geht es weiter mit dem Trierer Spitzensport? Die Bundesliga-Handballerinnen der DJK/MJC Trier haben eine verkorkste Saison mit dem Klassenerhalt versöhnlich abgeschlossen. TBB und Eintracht kämpfen dagegen noch ums sportliche Überleben. „Der Abstiegskampf der Vereine bewegt die Leute in der Stadt. Das ist Tagesgespräch“, sagt Hans-Albert Becker, Chef der Tourist-Information Trier. Er hofft, dass TBB und Eintracht noch die Kurve kriegen: „Es ist wichtig für die Stadt, durch den Sport bundesweit im Fokus zu stehen.“

Sorgenfalten auf der Stirn hat Wolfgang Esser, Geschäftsführer der Castel Trier GmbH. Sie ist die Betreibergesellschaft der Arena Trier, in der die TBB ihre Heimspiele austrägt. Die Halle wäre zwar auch mit einem Basketball-Zweitligisten überlebensfähig, doch anhand von Zahlen unterstreicht Esser die Bedeutung der TBB für die Arena als Veranstaltungsort: „Im Geschäftsjahr 2009/2010 werden von den insgesamt 200 000 Besuchern alleine 60 000 bei den Heimspielen der TBB gewesen sein.“

Die Trierer Topteams sind nicht nur Wirtschaftsfaktor, sondern aus Sicht von Sportdezernentin Angelika Birk auch Impulsgeber für die Nachwuchsarbeit: „Es steht sehr viel auf dem Spiel. Trier ist im Basketball, Fußball oder Frauen-Handball kein Dorf. Diese Leuchtturmfunktion muss weiter erhalten bleiben, um den Jugendlichen einen Ansporn zu geben.“ Oberbürgermeister Klaus Jensen blickt dem ,Schicksals-Freitag’ optimistisch entgegen: „Die Bedeutung der Vereine ist nicht hoch genug einzuschätzen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass nach den Miezen auch die TBB und die Eintracht den Klassenerhalt schaffen. Ich rufe alle Trierer auf, beide Mannschaften aktiv im Abstiegskampf zu unterstützen.“

Für das Spiel gegen Mönchengladbach II hat die Eintracht in Zusammenarbeit mit dem Bierverlag Kessler eine Freikarten-Aktion gestartet. In den Happy-Getränke-Märkten in Trier-West (Hornstraße), Feyen, Ruwer, Longuich, Schweich und Konz erhalten Interessierte ab sofort jeweils ein Stehplatzticket – solange der Vorrat reicht. Insgesamt gibt es 500 Freikarten.

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