Trier: Fachhoch-Studenten entwerfen Polizeipuppenbühne

Trier: Fachhoch-Studenten entwerfen Polizeipuppenbühne

Eigentlich lautete der Auftrag an die Studierenden der FH Trier, ein Design für das neue Fahrzeug der Polizeipuppenbühne Trier zu entwerfen. 28 junge Frauen und Männer des Studienganges Kommunikationsdesign widmeten sich in verschiedenen Arbeitsgruppen diesem Thema. Das Ergebnis des sechswöchigen Praxisprojektes war überwältigend, denn die Studierenden präsentierten Ideen für eine Gesamtkampagne, die neben der Fahrzeuggestaltung auch Slogans und begleitende Materialen wie Plakate, Ausmalkarten und sogar Give Aways wie Ansteckbuttons, Heftpflaster und Reflektoren beinhaltete.

Das Praxisprojekt unter Leitung von Frau Prof. Anita Burgard war insofern eine außergewöhnliche Semesterarbeit, als hier subtile Themen, wie Gewaltprävention und Kinderverkehrserziehung, auf spielerische und doch nachhaltige Weise umgesetzt werden sollten. Bevor die Studierenden des Fachs "Design Körper Raum" sich an die Arbeit machten, um wirklich individuelle Lösungen für diese Problemstellung zu entwickeln, gab es Gespräche mit den Puppenspielern der Polizei und mit Erzieherinnen aus Kindertagesstätten.

Die Ergebnisse waren mehr als überzeugend, und die Auswahl der besten Entwürfe fiel wirklich schwer. Die Prämierung fand Anfang Juli mit Polizeipräsident Dr. Manfred Bitter statt.
Mit dem Slogan "Allerhand - starke Stücke mit Verstand" und der Fahrzeuggestaltung mit einem Bildelement aus Kind und Puppe überzeugten Christan Blau, Silke Heimberg, Sylvia Kessler und Meike Koldorf die Jury. Dafür wurden sie mit dem ersten Platz ausgezeichnet.
Mit kurzen einprägsamen Aussagen wie "Wissen macht stark!", "Phantasie macht klug!" und "Vertrauen macht Mut!" bewiesen sie auch die sprachliche Kreativität bei der Umsetzung des Projektes, das sowohl Kinder als auch Erwachsene auf positive Art ansprechen und einen hohen Wiedererkennungswert haben sollte.

Sobald die Fotoproduktion der ersten Preisträger abgeschlossen ist, geht die Projektarbeit in die Realisierung, das heißt, das Fahrzeug der Polizeipuppenbühne Trier wird entsprechend ausgestattet und voraussichtlich ab Herbst 2007 in der Region unterwegs sein.

Den zweiten Platz erhielten die Studenten Johannes Bech, Susanne Dunkel, Jens Hedinger, Carmen Rosmus und Anika Senger. Der dritte Platz ging an Ben Friedrich und Pascal Leyrat. Beide Gruppen stellten ihr Projekt unter das Motto „Gespielt Gelernt Gekonnt - Aktion kleine Helden“.

Dass der Wettbewerb im Rahmen der Semesterarbeit mit Geldpreisen in Höhe von 600 Euro honoriert wurde, war eine Überraschung für die Studierenden. Denn ursprünglich war die unentgeltliche Bearbeitung des Projektes vereinbart.