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Trier: Fusion für Oberbürgermeister Jensen kein Thema mehr

Kein Freundschaftsdienst: Dass der Bitburg-Prümer Kreistag (im Bild CDU-Chef Michael Billen) die Fusion der Kreissparkasse Bitburg-Prüm mit der Sparkasse Trier platzen ließ, stößt an der Mosel auf wenig Verständnis.
Kein Freundschaftsdienst: Dass der Bitburg-Prümer Kreistag (im Bild CDU-Chef Michael Billen) die Fusion der Kreissparkasse Bitburg-Prüm mit der Sparkasse Trier platzen ließ, stößt an der Mosel auf wenig Verständnis. FOTO: Rudolf Höser
(jp) Eine Fusion zwischen der Sparkasse Trier und der Kreissparkasse Bitburg-Prüm ist aus Trierer Sicht offenbar kein Thema mehr. "Es ist vorbei", sagt Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen.

Man wolle sich nicht "auf Eis legen und später wieder aufwärmen lassen" - so formulierte es Günther Schartz, Landrat des Kreises Trier-Saarburg. Schartz ist nicht der einzige Christdemokrat, der auf Distanz zu Michael Billen geht. Billen, ebenfalls CDU, hatte am Donnerstagabend im Kreistag Bitburg-Prüm den Antrag gestellt, die Gespräche mit Trier auszusetzen und Verhandlungen mit der Kreissparkasse Daun aufzunehmen. Das Gremium hatte den Antrag mit den Stimmen von CDU und FWG angenommen.

Damit ist eine Fusion vom Tisch, deren Ergebnis die Schaffung der landesweit größten Sparkasse mit 1350 Mitarbeitern und einem Bilanzvolumen von 4,5 Milliarden Euro gewesen wäre. Ende Mai hatte der Fusionsbeirat den Kreistagen Bitburg-Prüm und Trier-Saarburg sowie dem Stadtrat Trier empfohlen, der Fusion zum 1. September zuzustimmen. Die Entscheidung im Kreistag des Eifelkreises galt noch vor wenigen Tagen als reine Formsache.

Auch Roger Graef, CDU-Landrat des Kreises Bitburg-Prüm, kritisierte Billens plötzliche Umorientierung und moderierte die Aussicht ab, man könne die Gespräche mit Trier wieder aufnehmen, wenn die Verhandlungen mit Daun nicht gut laufen sollten.

In den Chefetagen der Stadtverwaltung Trier und der Kreisverwaltung Trier-Saarburg will man von einer derartigen „Warteschleife“, wie der Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen es formuliert, nichts wissen. "Es ist mehr als bedauerlich, dass das optimale Verhandlungsergebnis derart abgebügelt worden ist", betonte Jensen. "Nach dieser klaren Abfuhr werden wir nicht warten, bis uns Bitburg wieder anspricht."

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