Trier: Keine Raucher-Sondergenehmigungen für größere Kneipen

Das neue Nichtraucherschutz-Gesetz beschert dem Ordnungsamt viel Arbeit. Zwei Mitarbeiter sind seit zehn Tagen ausschließlich damit beschäftigt, Anfragen von Gastronomen zu bearbeiten. Fest steht: Raucherräume müssen mit fest eingebauten Wänden und fest schließenden Türen von den größeren Nichtraucherzonen abgetrennt werden.

(woc) "Sondergenehmigungen sind nicht möglich", erklärt Amtsleiter Jörg Elsen. Das Gesetz lasse keinen Spielraum zu. Nicht erlaubt werden könne daher zum Beispiel, dass in einer Diskothek, in der eine offene Treppe von der unteren zur oberen Etage führt, oben das Rauchen erlaubt werde. Die vorläufige Entscheidung des Koblenzer Gerichtshof, dass in inhabergeführten Ein-Raum-Kneipen, in denen ausschließlich der Wirt oder seine Familienangehörigen arbeiten, das Rauchen weiterhin erlaubt ist, könnte durch das in drei Monaten endgültig fallende Urteil zur Dauerlösung werden, schätzt Ordnungsamtsleiter Elsen.

Auszüge aus den Empfehlungen, die das Gesundheitsministerium zur Umsetzung des Nichtraucherschutz-Gesetz in der Gastronomie gibt, finden Sie unter http://www.volksfreund.de/extra

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