Trier: „Müllmenschen“ im Trierer Amphitheater eingezogen

Trier: „Müllmenschen“ im Trierer Amphitheater eingezogen

Die weltweit gereisten „Müllmenschen“ des Kölner Aktionskünstlers HA Schult sind für die Trierer Antikenfestspiele im Amphitheater eingezogen. 100 lebensgroße Schrott-Skulpturen böten bei der Verdi-Oper Nabucco und der Sophokles-Tragödie Antigone eine spektakuläre Kulisse, sagte Festspielleiter Gerhard Weber am Dienstag in Trier.

(dpa) Die aus Müll gepressten „Trash People“ waren unter anderem bereits auf der Chinesischen Mauer, dem Roten Platz in Moskau, vor den Pyramiden in Ägypten und dem Kölner Dom aufgestellt. Zu den Antikenfestspielen vom 7. bis 27. Juni werden in der römischen Arena in Trier rund 10 000 Menschen erwartet. Nach dem Start 1996 im Amphitheater im nordrhein-westfälischen Xanten gehe die Welttournee der Müllmenschen im Januar 2009 in der Antarktis zu Ende, sagte HA Schult in Trier. Derzeit plane er ein Museum für Moderne Kunst an einem noch geheimen Ort zwischen Berlin und Hamburg, in dem seine Skulpturen auf einer Fläche von 8000 Quadratmetern „ein Zuhause“ finden sollten. Zudem arbeite er an einem acht Meter hohen Müllmenschen, der 2009 in New York aufgestellt werde, sagte der 68-Jährige.

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