Trier/Nittel: Säugling tot - Mutter in Untersuchungshaft

Trier/Nittel: Säugling tot - Mutter in Untersuchungshaft

Weil sie ihr zwei Monate altes Kind so stark geschüttelt haben soll, dass der Junge daran starb, sitzt eine 28 Jahre alte Frau aus Nittel (Kreis Trier-Saarburg) in Untersuchungshaft.

Nach dem Tod eines zwei Monate alten Säuglings am 12. Dezember ist die 28-jährige Mutter des Kindes wegen Totschlags und MIsshandlung verhaftet worden. Wie die Staatsanwaltschaft Trier am Donnerstagnachmittag bekanntgab, wurde der zwei Monate alte Junge am Montag in das Mutterhaus Trier gebracht, nachdem das Kind bei Eintreffen des von der Mutter alarmierten Notarztes bereits bewusstlos und pulslos war. In der Klinik konnte nur noch der Tod des Kindes, das äußerlich keine Verletzungen oder sonstige Auffälligkeiten aufwies, festgestellt werden.

Die Obduktion hat jedoch nach dem vorläufigen rechtsmedizinischen Gutachten als Todesursache ein "zentrales Regulationsversagen bei massiver stumpfer Gewalteinwirkung gegen den Schädel in Form von kräftigstem Schütteln (sogenanntes Schütteltrauma)" ergeben, das möglicherweise zum Tod führte. Darüber hinaus hat das Kind nach den rechtsmedizinischen Befunden bereits früher ein erstes Schütteltrauma vor mehreren Wochen erlitten. Die Staatsanwaltschaft glaubt, dass die Mutter für die tödlichen Misshandlungen verantwortlich ist. Die Frau wurde daher am Mittwoch festgenommen und am Donnerstag dem Amtsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Die Frau bestreitet die Vorwürfe.

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