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Einmal Model sein ist der Herzenswunsch vieler junger Mädchen. Die Modeschöpfer an der Hochschule Trier machen es möglich. Sie suchen Models für ihre große Schau im Oktober und haben bereits einige attraktive Frauen gefunden. Am Sonntag, 10. Juni, ist der zweite Durchlauf.

Trier : Einmal Model sein: Auf der Suche nach normalen Frauen für Trierer FH-Modenschau (Fotos)

Einmal Model sein ist der Herzenswunsch vieler junger Mädchen. Die Modeschöpfer an der Hochschule Trier machen es möglich. Sie suchen Models für ihre große Schau im Oktober und haben bereits einige attraktive Frauen gefunden. Am Sonntag, 10. Juni, ist der zweite Durchlauf.

Ralf Schmitt gibt Anweisungen: „Augen nach vorne richten, die Füße beim Laufen kreuzen ganz leicht übertreten, als würdet ihr auf einer Linie laufen, Schultern gerade.“ Modedesignstudenten erstellen Karteikarten von jungen Frauen, nehmen Maße, tragen sie in Tabellen ein, machen Fotos. „Wir sind dabei, uns einen neuen Pool aus Models aufzubauen, um unsere Kollektionen vorzustellen“, sagt Ralf Schmitt, Dozent der Fachrichtung Modedesign.

 Yasmin Reifer ist 21 Jahre alt und studiert Modedesign.
Yasmin Reifer ist 21 Jahre alt und studiert Modedesign. Foto: Clemens Sarholz

Grund: Am 13. Oktober gibt es eine große Modenschau im Rahmen der Trierer Design- und Kulturtage in der Trier Arena. Mehr als 2000 Menschen werden erwartet.

Für manche Models sei diese Modenschau auch schon ein Sprungbrett gewesen, sagt Marie Spitzenberger. „Ich weiß von einer, die ist auf der New Yorker Fashionweek gelaufen, einer anderen, die auf der Berliner Fashionweek lief und wiederum eine andere hat für L’Oréal als Model gearbeitet.“ Spitzenberger ist im zweiten Semester und organisiert mit. Es gibt viel zu tun. Beim Casting werden die Models gesucht, beim „Semesterfitting“ am 23. Juni werden die Kollektionen an die Models angepasst, zwölf Laufstegtrainings wird es bis zum Finale geben, Generalprobe und schlussendlich: Die große Modenschau. Die besten drei Kollektionen werden von der Stadt mit einem Preis prämiert.

 Alice Beyer ist 23 Jahre alt und studiert Innenarchitektur. Gelegentlich modelt sie.
Alice Beyer ist 23 Jahre alt und studiert Innenarchitektur. Gelegentlich modelt sie. Foto: Clemens Sarholz

Emily Wilbrand darf sich über eine Zusage freuen. Wenn sie das Lauftraining übersteht, läuft die Psychologiestudentin am 13. Oktober auf der großen Modenschau. „An der dänischen Grenze habe ich meine ersten Erfahrungen im Modeln gemacht.“ Wilbrand kommt aus Niebüll in Nordfriesland, sie hat ein Jahr in Togo in Afrika gelebt und findet „Heidi Klum eher abschreckend“. „Es macht mir Spaß, etwas darzustellen.“ Daher war sie auch lange Zeit am Theater engagiert. Wie sie es findet, nur aufs Äußere reduziert zu werden? „Heute bin ich nur die Leinwand für die Kunst.“

Yasmin Reifer ist 21 Jahre alt. „Ich finde den Wandel der Mode spannend. Vor 100 Jahren haben alle Frauen Korsett getragen und alle Männer Anzüge, heute tragen wir alle Jeans und T-Shirt. Die Mode ist immer auch ein Spiegelbild der Zeit.“ Heute ist sie als Model unterwegs. Sie kennt aber auch die Seite der Designer, sie selbst ist nämlich im 2. Semester und studiert Modedesign. „Wir müssen immer schauen, dass unsere Kleidung auch zu der Persönlichkeit des Models passt.“ Mit fünf Jahren hat sie zu nähen begonnen. Ihr erstes Eigenwerk war eine Hose für ihre Babyborn-Spielpuppe. Ein Semester lang hat sie in Köln gewohnt und studiert, bis dass das Heimatgefühl sie eingeholt hat. „Ich habe die Eifel vermisst und dann kam ich zurück.“

 Emily Wilbrand studiert Psychologie und hat eine Zusage frür die Modenschau.
Emily Wilbrand studiert Psychologie und hat eine Zusage frür die Modenschau. Foto: TV/Clemens Sarholz

Alice Beyer ist 23 Jahre alt, studiert Innenarchitektur und wird  nächstes Jahr, der Liebe wegen, nach Dublin ziehen. Sie ist 2014 schon mal für die Urban Fashion Week in Mainz als Model gelaufen und hilft ihren Kommilitonen aus der Fachrichtung „Gestaltung“ gerne aus, wenn die mal wieder Modelle brauchen. „Man braucht immer ein bisschen Zeit, bis dass man sich an die Kamera gewöhnt hat, aber nach ein paar Stunden werden die Fotos besser und es ist ein schönes Gefühl, wenn man Fotos von sich selbst hat, die authentisch wirken.“