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1,6 Millionen Euro - Europäische Kunstakademie Trier soll saniert werden

Kultur : 1,6 Millionen Euro - Europäische Kunstakademie Trier soll saniert werden

Brandschutz, Lüftungsanlage, barrierefreie Toiletten und ein Aufzug. Da sind die wichtigsten Sanierungsmaßnahmen für die Europäische Kunstakademie Trier. Ein Förderprogramm soll 90 Prozent der Kosten decken.

Seit Jahren macht der schlechte bauliche Zustand der Europäischen Kunstakademie Sorgen. Denn langfristig wäre der Weiterbetrieb so nicht möglich. Kosten von bis zu neun Millionen Euro waren bereits vor Jahren im Gespräch, um den Gebäudekomplex des ehemaligen Schlachthofs mit seinen mehr als 3000 Quadratmetern Nutzfläche in Trier-West/Pallien technisch und energetisch auf den neuesten Stand zu bringen.  Nun bringt das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen, Jugend und Kultur“ Hoffnung, dass zumindest die zwingend notwendigen Sanierungen und technischen Maßnahmen in den kommenden zwei Jahren umgesetzt werden können.

  Der Stadtrat hatte bereits am Dienstag in seiner digitalen Sitzung einem Antrag der Stadt Trier für dieses Förderprogramm zugestimmt. Wegen der Bewerbungsfristen war das notwendig, bevor sich der Kulturausschuss am Mittwoch damit befassen konnte. 

Konkret geht es um die Umsetzung des Brandschutzkonzepts, den Einbau einer Lüftungsanlage und eines Aufzugs sowie um eine barrierefreie Toilettenanlage. Von den Gesamtkosten in Höhe von 1,59 Millionen Euro sollen über das Förderprogramm 1,43 Millionen Euro gedeckt sein. Das entspricht 90 Prozent der Gesamtsumme. Gebaut werden soll nach Aussage von Kulturdezernent Thomas Schmitt in den kommenden beiden Jahren vor allem in den Pausen des Akademiebetriebs.

Im Kulturausschuss wurde der Förderantrag begrüßt. Die Frage nach einer möglichen energetischen Sanierung beantwortet Dezernent Schmitt mit Blick auf die Großprojekte Theater und Tufa allerdings klar: „Wegen der hohen Kosten müssen wir darauf die Priorität setzen.“ Auch die Frage, ob nicht auch ein Antrag für das Exhaus gestellt werden könne, verneint er: „Die von uns gestellten Förderanträge schöpfen bereits den maximalen Rahmen aus.“ Zudem sei die Antragsfrist abgelaufen.