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1000 Schüler Trier Trier-Saarburg Sommerschule

Sommerschulen im Kreis Trier-Saarburg : 1000 Schüler wollen in den Ferien in die Schule

Kreiskinder dürfen zwei Wochen lang in die Sommerschule, Stadtkinder nur eine. Und auch sonst gibt es Unterschiede.

Von digitalem Unterricht und dem Abliefern von Hausaufgaben bis hin zum Verteilen von nicht abzugebenden Aufgabenblättern und sonstiger Funkstille: Der Unterricht in der Zeit des Corona-Lockdowns war qualitativ sehr unterschiedlich. Und auch die Phase des Präsenzunterrichts bis zu den Ferien ließ in manchen Fällen zu wünschen übrig. Das Ergebnis: Es gibt Lücken in der schulischen Bildung. An dieser Stelle setzt die Sommerschule an, die in den beiden letzten Ferienwochen geplant ist. Und die noch einen zweiten Effekt haben soll: Die Eltern zu entlasten, die teilweise ihren Urlaub aufgebraucht haben, weil kein Unterricht stattfand.

Etwas mehr als 1000 Voranmeldungen für die Sommerschule gibt es im Landkreis Trier-Saarburg und in der Stadt Trier. Besonders im Kreis gibt es jedoch eine Herausforderung. Zwar hatten rund fünf Prozent der Schüler Interesse an den Kursen bekundet. Doch die Interessenbekundung allein reicht nicht aus. Denn es ist eine offizielle Anmeldung bis Freitag, 24. Juli, notwendig (siehe Info).

An 28 Standorten können ab 3. August Schüler der Klassenstufe 3 bis 8 aus dem Landkreis an fünf Tagen pro Woche jeweils von 9 bis 12 Uhr betreut werden. In Trier gibt es zwei Standorte.

Kreiskinder, die normalerweise eine staatliche Schule in der Stadt besuchen, müssen sich im Normalfall einen Platz im Kreis aussuchen. Denn es gilt das Herkunftsprinzip. Schüler staatlicher Schulen aus Trier werden zentral in den Räumen des Auguste-Viktoria-Gymnasiums zusammengefasst. Für Schüler, die eine Schule in Trägerschaft des Bistums Trier besuchen, gibt es ein Angebot in der St.-Maximin-Schule.

Und was passiert während der Sommerschule? Dazu sagt Ernst Mettlach, Sprecher der Stadtverwaltung Trier: „Die Schülerinnen und Schüler werden nach Klassenstufen in Lerngruppen zu zehn Personen eingeteilt und von einer freiwilligen Kursleitung in den Fächern Mathematik und Deutsch unterrichtet.“ Durch intensiven Nachhilfeunterricht solle eine gute Vorbereitung für das kommende Schuljahr erreicht werden.

In der Stadt ist es so, dass sich Eltern und Schüler für oder gegen eine Woche Sommerschule entscheiden müssen. Im Kreis kann das Angebot auch zwei Wochen lang genutzt werden. Dies sei laut Landrat Günther Schartz auch entschieden worden, weil die Betreuung auch als Entlastung für Eltern gesehen werde.

Julia Schmitt vom Bildungsbüro des Kreises sagt, dass dieses längere Angebot auch deshalb möglich sei, da sich viele ehrenamtliche Kursleiter gemeldet hätten, die einen Kurs übernehmen wollten.

Die Bandbreite der Sommerschullehrer reicht von pädagogischen Fachkräften über Studierende und Abiturienten bis hin zu aktiven Lehrern. Unter diesen sind vergleichsweise viele Lehrkräfte an Förderschulen im Landkreis. Anders als in anderen Kommunen sind nämlich auch diese Schulen mit im Boot bei der Sommerschule. Teilweise gibt es gemeinsame Angebote mit den Regelschulen.