120 Sänger sorgen für Gänsehaut im Gotteshaus

120 Sänger sorgen für Gänsehaut im Gotteshaus

Mehr als 500 Zuhörer haben in der Schweicher Pfarrkirche St. Martin ein besonderes Konzert erlebt, das das Dietrich-Bonhöfer-Gymnasium bereits zum dritten Mal aufgelegt hat. Mit langanhaltendem Schlussapplaus hat das Publikum die Sänger und Musiker in der neugotischen Kirche bedacht. Das Thema des Konzerts lautete "Damit das Leben einleuchtet ..."

Schweich. (sbn) 120 Sänger von Schulchor und Projektchor, bestehend aus Eltern, ehemaligen Schülern und Lehrern, nahmen ihr Publikum mit auf eine zweistündige musikalisch-meditativ-religiöse Reise, die unter die Haut ging: vom Gute-Laune-Gospelsong bis zum getragenen besinnlichen Instrumentalstück, von klassischer Kammermusik bis zum Pop unserer Tage, von Leslie Searle bis Elton John. Das Thema des Abends "Damit das Leben einleuchtet ..." zog sich wie ein roter Faden durchs Programm. Wohl ausgewählt und nach jedem Musikstück eingestreut: nachdenkliche, manchmal auch heitere Texte, zusammengestellt von Johannes Metzdorf-Schmithüsen, von ihm und zwei Schülern der neunten Klasse vorgetragen.

Mitklatschen am Ende erwünscht



In kleinen Weisheitsgeschichten ging es immer wieder um die Sinnhaftigkeit des Lebens und die Frage, wie der Mensch damit umgeht und wofür er sich Zeit nimmt.

Es war genau diese Mischung aus Musik, Gesang und gesprochenem Wort, die die Zuhörer anrührte, weil sie nachwirkte. Satzfetzen, Worte und Bilder aus den Geschichten leuchteten - wie es das Thema des Abends vorgab - sprichwörtlich ein.

Gänsehaut-Atmosphäre und ein akustisches Raumerlebnis der besonderen Art gab es schon beim Einzug des vielköpfigen Chores durch den Mittelgang mit der Gospel-Hymne "Shine your light through me Jesus" und "Our God is an awesome God".

Chorleiter Christian Strupp setzte vor allem auch auf das aktive Mitsingen seiner Zuhörer, ob beim Taizé-Klassiker "Ubi Caritas" oder beim enthusiastischen "Lift up your hands". Lautstark mitgesungen wurde vor allem zum Schluss, als Schüler der fünften Klassen den Chor vielköpfig verstärkten und das - zuvor nicht erlaubte Mitklatschen - explizit erwünscht war.

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