13. Mosel-Ballon-Fiesta in Föhren lockt Tausende Besucher an

Ballonfahren : 13. Mosel-Ballon-Fiesta in Föhren lockt viele Besucher an (Video und Fotos)

86 bunte Ballone füllten den Abendhimmel über Föhren beim Start der 13. Mosel-Ballon-Fiesta am Freitag beim Flugplatzgelände. Höhepunkte waren die Fuchsjagd und das nächtliche Glühen der Ballone.

„Wer hätte gedacht, dass wir heute noch so ein tolles Wetter bekommen“, sagte die Schirmherrin der Fiesta Christiane Horsch, Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Schweich, sichtlich erfreut. Dem sonnigen Abendwetter waren viele Menschen aus der gesamten Region und darüber hinaus gefolgt.

Bevor die Schirmherrin das Fest am Freitagabend um 18 Uhr eröffnete, konnte man am Himmel Fallschirmspringer beobachten. Mit einem rot-weiß-blauen Schirm flog die Weinkönigin der römischen Weinstraße Helene heran. Unter großem Applaus landet sie sanft unmittelbar neben ihren Prinzessinnen Annika und Luca Tessa. „Es war atemberaubend als wir aus dem Flugzeug herausgesprungen sind. Die Welt ist erst so klein, und man kommt in großer Geschwindigkeit dem Festplatzes immer näher“, erzählte die Weinkönigin später.

13. Mosel-Ballon-Fiesta in Föhren

Nach dem Empfang der Weinhoheiten und Veranstalter folgte die Taufe von vier Ballonen. Zum ersten Mal starteten Teams vom Engelshof Hetzerath, von der Bitburger Brauerei, vom Streif-Haus und von der Caritas.

Danach folgte der erste Höhepunkt des Abends. Mit etwas Verspätung startete der „Vet-Conzept“ Cup, der auch Fuchsjagd genannt wird. Kaum war der erste Ballon in Form eines Fuchses, in der Luft, summten auch schon zahlreiche Gebläse, um die anderen Ballone mit Luft zu füllen. 86 Ballonteams aus ganz Europa waren bei dem Event im Industriepark Region Trier dabei, um das sportliche Wettfahren auszutragen.

Einer der Piloten war René Krämer. Er fuhr zur Fuchsjagd einen Ballon der Moselland Winzergenossenschaft. „Die klassische Ballonfahrt findet in der thermikfreien Zeit statt. Das heißt früh morgens zum Sonnenaufgang oder – wie wir es jetzt machen – kurz vor dem Sonnenuntergang“, erklärte der Ballonbegeisterte. Währenddessen bereitete sein Team den Ballon zum Start vor. Nach und nach hoben immer mehr Ballone in Richtung Wittlich ab. „Zunächst wird ein Ballon mit kalter Luft gefüllt und dann mit unserem Gas heiß gefüllt. Ziemlich schnell wird der Korb aufgerichtet, Pilot und Gäste steigen ein und schon geht es los“, erklärte der Pilot den Ablauf.

Mit dem Piloten René Krämer, seiner Frau Christin Schroeder und sechs Gästen hob der Ballon unseres Reporters ab. Unter dem Ballon wurde die Welt immer kleiner. Von oben wurde sichtbar, dass unzählige Zuschauer zum deutschlandweit zweitgrößten Ballonfestival gekommen waren.

Es dauerte nicht lange bis alle Ballone in der Luft waren. „Jetzt geht es für die Teams um die Verfolgung des vorrausfahrenden Fuchses. Irgendwann wird er landen und dann ist Geschick gefragt“, erklärte Krämer die Fuchsjagd. Auf einer großen Wiese bei Sehlem landete der Fuchs schließlich. „Jetzt müssen die Piloten ein 70 Kilogramm schweres Säckchen mit der Ballonnummer so nah wie möglich an einem ausgelegten Kreuz abwerfen. Wer punktgenau abgeworfen hat, ist der Gewinner des Cups“, so der Pilot René Krämer.

Nach gut 1,5 Stunden in der Luft wurde es immer dunkler und ein geeigneter Landeplatz musste gefunden werden. Mit einer perfekten Landung an der A1 bei Salmtal auf einem abgeernteten Getreidefeld endete die Fahrt.

Einer der Gäste an Bord war Tobias Steffen aus Trier. „Ich bin das erste Mal mit einem Ballon gefahren und es war für mich was ganz Besonderes. Sonst hebt ja meist nur ein Ballon ab, heute waren über 80 Ballone in der Luft, das war schon ein großartiges Erlebnis.“

Dann hieß es noch einmal anpacken. Nachdem der Korb auf einen Landwirtschaftsweg gehoben war, wurde der Ballon an einem langen Seil nach unten gezogen. Die Luft wurde vorsichtig herausgelassen und die Ballonhülle wieder eingepackt. „Ich würde immer wieder mit einem Ballon fahren“, sagte Tobias Steffen bevor es mit dem Team zurück zum Flugplatz nach Föhren ging.

Dort wurden die Besucher zwischenzeitlich mit Livemusik der Band „Klangbild“ unterhalten. Auf dem Festgelände konnten die Kinder ein Familienprogramm mit Spiel und Spaß wahrnehmen.

Auf dem Flugplatz packten unterdessen 23 Ballonteams erneut ihre Ballone aus. Zum ersten Mal an einem Freitagabend, gab es das große Glühen der Ballone zur Musik. „Wir bekommen über Funk gesagt, wann wir glühen sollen – passend zur Musik“, so Krämer. Um kurz nach 21.30 Uhr startete dieser „Nightglow“. Immer wieder erleuchteten Ballons in ihren unterschiedlichen Farben.

Für die Veranstalter war der Freitagabend ein voller Erfolg. Doch trotz der Freude, gab es Grund zur Resignation. Wegen des schlechten Wetters musste der Fly-In am frühen Samstagmorgen abgesagt werden. Auch die Motorsportvorführung am Samstagnachmittag und der Abendstart am Samstag wurden nachmittags wegen Regen abgesagt. Das Familien-Kinder-Rahmenprogramm und die Livemusik fanden aber statt.

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