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130 Senioren aus Trier-Ehrang nach Hochwasser auf Rheinland-Pfalz verteilt

Nach Evakuierung einer Seniorenresidenz : 130 Senioren aus Trier-Ehrang leben nach dem Hochwasser verteilt in Rheinland-Pfalz

Die Creatio-Gruppe hat innerhalb kürzester Zeit Plätze in anderen Heimen für die Bewohner der Seniorenresidenz St. Peter gefunden, die das Heim beim Hochwasser verlassen mussten. Wie es in Trier-Ehrang weitergeht, ist noch gar nicht absehbar.

Eric Schmitt, Geschäftsführer der Creatio-Gruppe, der die Seniorenresidenz St. Peter in Trier-Ehrang gehört, weiß noch nicht wie es weitergeht mit dem Pflegeheim. Das Hochwasser kam laut Schmitt sehr schnell. „Wir hatten nur 20 Minuten Reaktionszeit vor der Evakuierung“, schildert Schmitt die Lage am Donnerstagmorgen. „Es musste sehr schnell gehen.“ Innerhalb kürzester Zeit sei der Keller des Hauses und das Erdgeschoss bis zu einer Höhe von 1,50 Metern überflutet gewesen. Hinzu kam die Explosionsgefahr eines Gastanks in der benachbarten Klinik.

Zum Evakuierungszeitpunkt seien 130 Bewohner im Haus gewesen. Die seien mit Hilfe der Einsatzkräfte sowie der Mitarbeiter zunächst in die Mäushecker-Halle gebracht worden.

Die Creatio-Gruppe habe zu diesem Zeitpunkt schon Pflegeteams von anderen Standorten zu der Halle geschickt. Die Mitarbeiter hätten sich um die Menschen gekümmert.

Dann begann laut Schmitt schon die Suche nach neuen Plätzen in anderen Heimen. Die Häuser der Creatio-Gruppe in Wittlich, Schweich und Pölich hätten dann 60 Menschen aufnehmen können. Die restlichen Bewohner seien an Häuser aus anderen Gruppen verteilt worden. Viele in Trier und Trier-Saarburg. Einige Bewohner seien aber auch nach Mayen und Koblenz vermittelt worden. „Bis Samstagmorgen waren alle Bewohner in neue Einrichtungen vermittelt“, sagt Schmitt. „Das war eine unglaubliche Leistung aller Beteiligten.“ Gerade weil die Pflegedokumentationen der Bewohner nicht vor dem Hochwasser habe gerettet werden können, sei er froh.

Dass niemand zu Schaden gekommen ist, stimmt den Geschäftsführer froh. Der Sachschaden sei aber so groß, dass noch gar nicht klar ist, ob und wann es am Standort Ehrang weitergeht. Schmitt „Wir haben den Betrieb auf nicht absehbare Zeit eingestellt.“