15 Mal den Mount Everest hinauf

15 Mal den Mount Everest hinauf

Das Leben von Krebskranken gleicht einer Kletterpartie. Jeder kleine Schritt ist mit einer großen Anstrengung verbunden, und ohne das Vertrauen auf Helfer ist das kaum zu meistern. Die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz nutzte diesen Vergleich für eine Benefizaktion.

Trier. In der Kletterhalle "Cube" in der Diedenhofener Straße erschallt großer Jubel, als zu den Klängen von "Hells Bells", dem Hit der Rockband AC/DC, die Großleinwand 00:00:00 anzeigt. Genau 24 Stunden sind seit dem Start zu "Helden für Helden" vergangen.
Etwa 200 Mannschaftskletterer im Alter von acht bis 60 Jahren haben 135 150 Meter zurückgelegt, eine Strecke, die etwa der 15-maligen Ersteigung des Mount Everest entspricht. Insgesamt sind das 9010 Routen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die es zu überwinden galt. Für jede erkletterte Route zahlen Unterstützer und Sponsoren mindestens einen Euro an die Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz.
Rund 12 000 Euro kamen auf diese Weise zusammen - eine Summe, die dem ausschließlich spendenfinanzierten Verein bei seinen zahlreichen Hilfsprojekten zugutekommt. "Ein Arbeitskollege hat uns auf die Aktion aufmerksam gemacht, und unser Chef war direkt dabei, die Sache zu unterstützen", sagt Marc Maurer, Mitarbeiter des Audi-Zentrums.
Insgesamt hatten sich fast 60 Sponsoren bereiterklärt, für "Helden für Helden - 24 Stunden klettern gegen Krebs" zu spenden und somit ihre Solidarität mit Krebskranken zu signalisieren. Viele ehrenamtliche Helfer sorgten für eine gute Organisation, die auch von Besuchern der zweitägigen Veranstaltung honoriert wird. "Toll aufgezogen, absolut gute Idee", lobt Zuschauerin Roswitha Dres, deren Neffe ebenfalls am Start war.
Dass Klettern eine hohe Kondition erfordert, ist den Gesichtern der Teilnehmer zu entnehmen. Jana Stowasser (37) aus dem Team Kaweechelchen ist erschöpft, aber glücklich. "Eine coole Veranstaltung mit einem schönen Gemeinschaftsgefühl, dass so viele zusammen etwas für einen guten Zweck tun."
Insgesamt 101 Routen hat Markus Kiefer (47) vom zwölfköpfigen Trierer Team "Klimmzug statt Lungenzug" zurückgelegt. Nach 24 Stunden Dauereinsatz kann er sich nun zusammen mit Kletterern und Gästen entspannt dem Rahmenprogramm mit Livemusik widmen.

Extra

1. Platz: Team Saarland 2. Platz: The Hulk 3. Platz: Fight Gravity Weitere Informationen: Facebook: 24 Stunden Klettern gegen Krebs <%LINK auto="true" href="http://www.krebsgesellschaft-rlp.de" text="www.krebsgesellschaft-rlp.de" class="more"%> <%LINK auto="true" href="http://www.cube-trier.de" text="www.cube-trier.de" class="more"%> kap

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