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170 Euro für den Quadratmeter

170 Euro für den Quadratmeter

In Kürze rücken in Föhren die Bagger an. Noch im November soll ein Teil des ehemaligen Klosters im Zentrum abgerissen werden. Zeitgleich beginnt die Erschließung des Baugebiets In der Acht. Der Quadratmeter Bauland kostet 170 Euro. So hat es der Gemeinderat für private Bauherren festgelegt.

Föhren. Gleich mehrere Großprojekte kommen noch in diesem Jahr in Föhren ans Rollen. Wie Ortsbürgermeisterin Rosi Radant am Mittwochabend im Gemeinderat mitteilte, soll Anfang nächster Woche mit der Erschließung des Baugebiets In der Acht in Bahnhofsnähe begonnen werden. Zunächst wird eine Projektstraße eingerichtet. Spatenstich für das Großprojekt (110 Baustellen, davon 73 in Gemeindehand) ist am 1. Dezember. Am 31. Januar 1917 will der Gemeinderat das Prozedere für Kaufinteressenten festlegen.
Die Ratsfraktionen CDU, SPD und FWG haben sich darauf verständigt, dass die Gemeindegrundstücke 170 Euro pro Quadratmeter kosten sollen. Angeboten werden Parzellen zwischen 267 und rund 1000 Quadratmetern. Von Investoren, die Mehrfamilienhäuser errichten wollen, wird ein Quadratmeterpreis von 200 Euro verlangt. Mehrheitlich stimmte der Gemeinderat einem SPD-Antrag zu, der auf die Unterstützung junger Familien abzielt. Danach erhalten Paare oder Alleinerziehende, die Grundstücke der Gemeinde erwerben, 3000 Euro pro Kind. Pro Familie gibt es höchstens 10 000 Euro. Mindestens ein Elternteil muss unter 40 Jahre alt sein.
Teilabriss des Klosters: Bei der Ausschreibung für den Teilabriss des ehemaligen Klosters hatte die Firma Haubrich aus Sehlem das günstigste Angebot abgegeben. Die Firma werde voraussichtlich in der übernächsten Woche mit dem Abriss des Seitenflügels beginnen, sagte Ortsbürgermeisterin Radant. Dieser Flügel, zu dem auch die Kapelle gehört, steht nicht unter Denkmalschutz - im Gegensatz zu dem frontal zur Hauptstraße stehenden Trakt, der erhalten werden muss.
Sanierungszone Ortsmitte: Wie mehrfach berichtet, sind Föhren und Schweich als Kooperationsverbund in das Förderprogramm "Ländliche Zentren" aufgenommen worden. Föhren erhält 120 000 Euro. Mit dem Geld sollen Plankonzepte und ein Investorenwettbewerb finanziert werden. Nun hat der Gemeinderat das Gebiet festgelegt, das für öffentliche und private Sanierungsprojekte infrage kommt. Das 5,2 Hektar große Gebiet reicht vom Kloster über die Hauptstraße bis zu Hessenberg, Götteneck und Mühleneck. Auch Privatpersonen können Fördergelder für Modernisierungsmaßnahmen beantragen, sofern sie im Sanierungsgebiet wohnen. Das Prozedere läuft so ab, dass zunächst alle Eigentümer der älteren Gebäude vom Planungsbüro aufgesucht und befragt werden. Danach gibt es eine Bürgerversammlung.
Kloster-Investoren gesucht: In einem zweistufigen Auswahlverfahren werden Investoren für die Entwicklung des Klosterareals gesucht. Die Gemeinde gibt die Rahmenbedingungen vor; drei Interessenten gibt es bereits.
Neue Kita: Der Rat sieht von einem ursprünglich beschlossenen Architektenwettbewerb ab und beauftragt einige ausgewählte Büros aus der Region mit einer Planung (siehe Extra).Extra

In der stark wachsenden Gemeinde Föhren (2800 Einwohner) soll ein zweiter Kindergarten gebaut werden. Der bestehende ist mit rund 156 Kindern ausgelastet. Nachdem im Ortszentrum ein Standort gefunden wurde und der Gemeinderat sich mehrheitlich für eine Ausschreibung der Betriebsträgerschaft ausgesprochen hatte (der TV berichtete), teilte Ortsbürgermeisterin Rosi Radant nun im Gemeinderat mit: Laut Jugendamt stehe eine Rückmeldung vom Land aus, ob die Kita als Neubau oder Erweiterungsbau eingestuft werde. Bei einer Erweiterung sei die Kita gGmbH Trier als Trägerin der jetzigen Einrichtung automatisch auch Trägerin beim Neubau. Ein Förderantrag beim Land könne voraussichtlich erst zu einem Stichtag im Oktober 2017 gestellt werden. alf