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1950 Jahre Riol und Wahl der Jubiläumsweinkönigin

Jubiläum : Ein besonderes Jahr für Riol und das Trierer Land

Die Wahl der Jubiläumsweinkönigin im Rahmen des Neujahrsempfangs stimmt ein auf den runden Geburtstag des Orts.

 Großformatige Fotos an den Wänden des Rioler Bürgerhauses machen Laune auf die bevorstehenden Feiern. Die Bilder aus der Chronik, von Ortsansichten und Veranstaltungen sind demnächst sogar im Freien zu sehen, wie Ortsbürgermeisterin Christel Egner-Duppich beim Neujahrsempfang verriet. Sie werden zu einem kleinen „Spaziergang von Banner zu Banner“ einladen. Die Idee ist eine von vielen für das „Jubiläumsjahr 1950 Jahre Riol“. So lud die Ortschefin etwa auch dazu ein, „geheime Plätze zu erkunden“ und sich am Fotowettbewerb „Lieblingsorte in Riol“ zu beteiligen. Außerdem ist ein das Jahr begleitender Bildband geplant. Erste Aufnahmen dafür entstanden bei der Wahl der künftigen Jubiläumsweinkönigin Louisa Konder im Rahmen des Neujahrsempfangs.

Die derzeitige Weinprinzessin tritt die Nachfolge von Nina I. (Frick), 47. Rioler Weinkönigin, an und wird beim Weinfest gekrönt. Begleiten werden sie Luisa Schmitt, heutige und künftige Weinprinzessin, und Klara Neukirch. Die Neue im Team setzt die Rioler Tradition von Weinhoheiten aus den Reihen des örtlichen Musikvereins fort, der auch den Empfang umrahmte.

Egner-Duppich nutzte die Gelegenheit, um allen ehrenamtlich Engagierten, einzelnen Personen und Ratsmitgliedern wie Vereinsaktiven sowie dem Festausschuss, zu danken. Ohne sie wären Veranstaltungen wie diese oder Jubiläums-Programmpunkte wie die geplante „römische Kinderolympiade“ gar nicht möglich, betonte sie.

Der traditionelle Neujahrsempfang stand ganz im Zeichen der historischen Ereignisse, auf denen die Geschichte von Riol, dem einstigen Rigodulum, gründet. Die dort im Jahr 70 nach Christus ausgetragene Schlacht, in der römische Soldaten die keltischen Treverer besiegten, ist nicht nur eindeutig belegt. Für die Menschen in der Region wie auch darüber hinaus stellte sie auch einen Wendepunkt dar, wie Marcus Reuter, Direktor des Landesmuseums Trier, deutlich machte.

„Das muss für die Gesellschaft ein gewaltiger Umbruch gewesen sein“, führte er als nur ein Beispiel die damals entstandene neue Oberschicht an. Entscheidend für die positive Entwicklung der Region sei aber vor allem gewesen, dass Trier damals – anders als vorgesehen – nicht zerstört wurde. Stattdessen seien 200 Jahre Frieden mit regen Bauaktivitäten gefolgt.