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20 Jahre deutsch-französische Partnerschaft zwischen Fell und Champs-sur-Yonne - Besuch aus Burgund

20 Jahre deutsch-französische Partnerschaft zwischen Fell und Champs-sur-Yonne - Besuch aus Burgund

Die Partnerschaft zwischen Fell und dem französischen Ort Champs-sur-Yonne lebt seit 20 Jahren. Offizielle und viele private Besuche sind zum Nährboden der Freundschaft zwischen den beiden Dörfern geworden.

Vor etwa 70 Jahren hätte niemand daran gedacht, dass heute Partnerschaften zwischen deutschen und französischen Orten blühen. Seit 20 Jahren existiert eine Partnerschaft zwischen Fell und dem Ort Champs-sur-Yonne. 60 Frauen und Männer des 1600 Einwohner zählenden französischen Partnerortes in Burgund besuchten jetzt ihre Freunde an der Mosel. Erklärtes Ziel: "Wir wollen gemeinsam unsere 20-jährige Partnerschaft feiern."

450 Kilometer sind die Gäste gefahren, um im Fellertal und an der Mosel ihre Freundschaft zu vertiefen. Bereits beim Eintreffen der Freunde aus dem Nachbarland zeigte die herzliche Begrüßung, dass zwei Nationen näher gerückt sind. Die Vorsitzenden der Partnerschaftskomitees, Cäcilia Messerig-Baudras (Fell) und Claudine Groud (Champs-sur Yonne) erinnern sich: "Von den Gründern sind immer noch sechs Familien mit dabei." Die beiden Frauen planen die gegenseitigen Besuche. Der damalige Feller Ortsbürgermeister Helmut Schneiders hatte 1994 die Partnerschaft in Frankreich und ein Jahr später in Fell besiegelt. Schneiders und sein Nachfolger Rony Sebastiani pflegen noch heute die Freundschaft und feierten das Jubiläum mit. Alfons Rodens als Ortsbürgermeister begrüßte die Freunde. Nach Sekt und Abendessen in den Gastfamilien folgte am nächsten Tag eine Fahrt nach Bernkastel-Kues. Wieder in Fell standen Dinner und Tanz im Restaurant "Zum Winzer" auf dem Programm. Der Martinus-Chor unter der Leitung von Julius Gorges machte Musik.

Er wusste bei dem in beiden Sprachen gesungenen Lied "Freude schöner Götterfunke" die Gäste mitzunehmen. Rodens sagte: "Wir haben die wunderbare Entwicklung unserer Freundschaft gefeiert. Die beiden Dörfer sind zu Bewohnern des gemeinsamen Hauses Europa geworden." Am späten Abend hatten die Gäste Gelegenheit, den von der Bergmannskapelle dargebotenen Großen Zapfenstreich auf dem Sportplatz (der TV berichtete) zu erleben. Pfarrer Richard Atchadé feierte nach dem Besuch des Besucherbergwerks einen zweisprachigen Festgottesdienst. Mit dem Versprechen, sich 2016 wieder zu treffen, verabschiedeten sich die Franzosen.