2010 mehr Unfälle in Trier und Umland - Hauptunfallursache: Mangelnder Sicherheitsabstand

2010 mehr Unfälle in Trier und Umland - Hauptunfallursache: Mangelnder Sicherheitsabstand

Bei der Polizeiinspektion Trier hat sich im Jahre 2010 die Zahl der Verkehrsunfälle leicht erhöht. Die Beamten mussten im vergangenen Jahr 187 Unfälle oder 4,8 Prozent mehr aufnehmen als im Jahr 2009. Unfallursache Nummer eins: zu dichtes Auffahren.

Nach den vorläufigen Zahlen (Stand: 15. Februar) rückten die Beamten insgesamt 4.024 Mal zur Unfallaufnahme aus. Bei 457 Verkehrsunfällen wurden insgesamt 604 Menschen verletzt. Das sind sechs Verletzte weniger als im Jahr 2009. Die Anzahl der Schwerverletzten stieg leicht an von 91 auf 94 Personen. Drei Menschen verloren auf den Straßen im Zuständigkeitsbereich der PI Trier ihr Leben. Die Anzahl der Leichtverletzten ging etwas zurück auf 507 (518). Hauptunfallursache war das Nichteinhalten des Sicherheitsabstandes (1560 Verkehrsunfälle, entspricht 38,7 Prozent aller aufgenommenen Verkehrsunfälle). Darüber hinaus gehören Fehler beim Abbiegen, beim Wenden, rückwärts Fahren sowie falsches Einfahren in den fließenden Verkehr zu den Hauptursachen der Verkehrsunfälle, die sich im Zuständigkeitsbereich der PI Trier ereigneten. Alleine 1.166 Verkehrsunfälle waren auf diese Fehler zurück zu führen. Die Nichtbeachtung der Vorfahrt führte in 269 Fällen zum Verkehrsunfall. Dies entspricht einem leichten Rückgang von 20 Verkehrsunfällen. Bei 100 dieser Verkehrsunfälle kamen Menschen zu Schaden. Trotz intensiver Verkehrsüberwachungsmaßnahmen in diesem Bereich wird das Nichtbeachten des Rotlichts von Lichtzeichenanlagen immer noch als "Kavaliersdelikt" angesehen. So wurden im vergangenen Jahr gegen 893 Kraftfahrzeugführer Ordnungswidrigkeitsanzeigen wegen Missachtung des Rotlichts erstattet. Weitere Unfallursachen waren Fehler beim Fahrstreifenwechsel, unangepasste Geschwindigkeit und Zusammenstöße mit Fahrzeugen des ruhenden Verkehrs. Im vergangenen Jahr wurden alleine 524 solcher Verkehrsunfälle aufgenommen. Abgefahrene Außenspiegel, verbeulte Stoßstangen und Kratzer im Lack waren oftmals die Folge. Zurück gegangen ist erfreulicherweise erneut die Anzahl der Verkehrsunfälle, an denen Kinder beteiligt waren. Insgesamt waren hierzu 40 Verkehrsunfälle zu verzeichnen, bei denen insgesamt 50 Kinder verletzt wurden. Alleine 32 Kinder wurden verletzt, weil sie als Mitfahrer in einem Fahrzeug saßen, das in einen Verkehrsunfall verwickelt war. Leicht zugenommen hat die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Fahrradfahrern. An 132 Verkehrsunfällen waren Fahrradfahrer beteiligt. Dies sind sechs Verkehrsunfälle mehr als in 2009. Bei 71 dieser Unfälle waren die Fahrradfahrer selbst auch Unfallverursacher. Dies ist umso bedenklicher, als bei Zusammenstößen zwischen Fahrrad und PKW der Fahrradfahrer als schwächerer Verkehrsteilnehmer meist auch verletzt wird. Die Hauptunfallursachen bei Fahrradfahrern waren die Benutzung falscher Fahrbahnteile, wie z.B. Gehwege oder Fußgängerüberwege, das falsche Einfahren in den fließenden Verkehr z.B. aus Grundstückseinfahrten und das Missachten der Vorfahrt. Da die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle leicht zugenommen hat, war auch die Anzahl Unfälle gestiegen, an denen junge Fahrer im Alter von 18 - 24 Jahren beteiligt waren. 922 Mal rückten die Beamten der Polizeiinspektion Trier zu solchen Verkehrsunfällen aus. Bei diesen Unfällen wurden 150 Personen verletzt. Hauptunfallursachen waren ungenügender Sicherheitsabstand, Vorfahrtsmissachtung, unangepasste Geschwindigkeit und Alkohol bzw. Drogen am Steuer. Insgesamt waren bei 72 Verkehrsunfällen Alkohol oder Drogen die Hauptunfallursache. Dies entspricht 1,78 % des Gesamtunfallaufkommens. Seit Jahren setzt die Polizeiinspektion Trier hier auf die Prävention und führt regelmäßig zielgerichtete Verkehrskontrollen durch. Im letzten Jahr wurden 520 Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Fahrens unter Alkohol- oder Drogeneinwirkung eingeleitet. 138 Mal konnten die Beamten gerade noch eine bevorstehende Trunkenheitsfahrt verhindern und Fahrzeugschlüssel bzw. Führerscheine sicherstellen. Im Bereich der Drogenprävention wurden an Schulen 41 Präventionsveranstaltungen durchgeführt. Hier konnten 1350 Schüler oder Auszubildende über die Gefahren von Drogen im Straßenverkehr informiert werden. 61 Fußgänger waren im vergangenen Jahr an Verkehrsunfällen unmittelbar beteiligt. Darunter 15 Kinder und Jugendliche. Bei 52 Verkehrsunfällen wurden Menschen verletzt. An 501 Unfällen waren Senioren über 65 Jahren beteiligt. Davon waren 186 Unfälle unter Beteiligung von Personen über 75 Jahren. Insgesamt wurden 82 Senioren verletzt, darunter 32 PKW-Fahrer, 14 Fußgänger und 7 Radfahrer. Zu 157 sog. "Wildunfällen" wurden die Beamten im Jahr 2010 gerufen. Das waren 29 Unfälle mehr als 2009. Bei der Unfallauswertung haben sich bei der Polizeiinspektion Trier 20 Unfallhäufungsstellen ergeben, darunter 19 im Bereich der Stadt Trier. An den folgenden Unfallhäufungsstellen ereigneten sich im vergangenen Jahr besonders viele Verkehrsunfälle: Martinsufer / Ausoniusstraße (43 Verkehrsunfälle)St.-Barbara-Ufer / Südallee (25)Römerbrücke, Ostseite (21)Georg-Schmitt-Platz / Lindenstraße (20)Luxemburger Straße / Diedenhofener Straße (18)Kölner Straße / Hornstraße (18)Verteiler Nord / Parkstraße (17)Pacelliufer / Pellinger Straße (14)Römerbrücke / Westseite (13)Zurmaiener Straße / Zeughausstraße (11)

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