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25 Jahre Seligsprechung von Blandine Merten

25 Jahre Seligsprechung von Blandine Merten

Mit 34 Jahren starb 1918 Schwester Blandine Merten. Ihr Wirken hinterließ bei vielen Katholiken bis heute Spuren. Mit einem Gottesdienst gedachten Schülerinnen der Blandine-Merten-Realschule ihrer Namensgeberin.

Trier. Am 1. November 1987 wurde die Ursulinenschwester Blandine Merten von Papst Johannes Paul II. in Rom seliggesprochen. Mit einer Messe in der Kirche Heiligkreuz gedachte die Blandine-Merten-Realschule (BMR) Trier zum 25-jährigen Jubiläum der Seligsprechung ihrer Namensgeberin. Weihbischof Helmut Dieser zelebrierte mit Dechant Georg Göres, Prälat Wolfgang Lentzen-Deis und Johannes Mohr den Festgottesdienst vor der gesamten Schulgemeinschaft der Blandine-Merten Realschule und den Trierer Ursulinenschwestern in der vollbesetzten Heiligkreuzer Pfarrkirche.
In seiner Predigt rief der Weibischof die Schülerinnen auf, sich die Begegnung mit Gott immer wieder aufs Neue bewusst zu machen: "Du, mein Gott, bist hier zugegen, alles tu ich deinetwegen!" Er forderte sie auf, die Begegnung als Christinnen zu suchen, denn alles mit ihrem Leben habe etwas mit Gott zu tun. Dabei sollten sie zunächst mit einer Sache beginnen. Mit Gott könnten sie alles im Gebet in Verbindung bringen. "Redet mit Jesus!", rief er den Schülerinnen zu. Die Schulgemeinschaft stimmte mit Spiel und frohem Gesang auf die Jubilarin Sr. Blandine ein.
Nach der Messe zogen die Schülerinnen in Heiligkreuz mit ihren Lehrern zum Grab der Schwester nach St. Paulin. Dort begegneten die Schülerinnen der seligen Schwester Blandine im gemeinsamen oder auch stillen Gebet, mit Fürbitten, die sie gemeinsam vortrugen oder auch in schriftlicher Form mitgebracht hatten. Einige Schülerinnen hatten auch extra kunstvolle Kerzen zu Ehren von Schwester Blandine geschaffen.
In einem Schreib en an die Schule hatte eine ehemalige Schülerin der BMR, die vor 25 Jahren an der Seligsprechungsfeier in Rom teilgenommen hatte, die Stimmung von damals aus ihrer Sicht geschildert. So wird auch dieser Jubiläumstag in der Erinnerung der heutigen Schülerinnen verankert werden. Die Mädchen setzen sich im Schulalltag immer wieder neu mit dem Wirken Schwester Blandines auseinander. Sie sollen dabei die selige Schwester als Vorbild für das Einsetzen des Einzelnen für den Mitmenschen sehen. red
Extra

Schwester Blandine Merten wurde am 10. Juli 1883 in Düppenweiler als Maria Magdalena Merten geboren. Als Ursulinenschwester Blandine Merten starb sie an den Folgen einer Tuberkuloseerkrankung am 18. Mai 1918 im Alter von nur 34 Jahren im Trierer Kloster St. Bantus. Nach dem Tod von Schwester Blandine meldeten Gläubige den kirchlichen Behörden zahlreiche Gebetserhörungen. 1954 wurde in Trier der bischöfliche Informativprozess zur Vorbereitung einer Seligsprechung eröffnet. Dieses Verfahren erfuhr erheblichen Auftrieb durch die 1985 erfolgte Heilung der österreichischen Missionsschwester Irimberta Puntigam SSpS von einem schweren Melanom, die 1986 von der Kirche offiziell als Wunder anerkannt wurde. Am Hochfest Allerheiligen wurde Schwester Blandine 1987 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen. Am 18. Mai 1990 wurden ihre sterblichen Überreste in die 1989 nach Plänen des Architekten Karl P. Böhr auf dem Trierer Friedhof St. Paulin errichteten Blandinenkapelle überführt. red