25 Jahre Winzerkameradschaft in Riol

25 Jahre Winzerkameradschaft in Riol

Seit einem Vierteljahrhundert feiern Rioler mit ihren Gästen die Wein- und Sektfete, zu der sie ihre hervorragenden Weine und Sekte präsentieren. Ab 2016 sind neue Ideen gefragt, denn in diesem Rahmen wird es die Veranstaltung nicht mehr geben.

Riol. Seit 25 Jahren ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens im Moselort Riol ist die Wein- und Sektfete. Die Winzer von vier Weingütern mit ihren Familien beweisen Teamgeist und Kameradschaft, indem sie gemeinsam das Fest vorbereiten und ausgestalten.
Die Wein- und Sektfete findet reihum jedes Jahr auf einem der vier Weingüter, Albert Welter, Reis-Oberbillig (Robert Reis), Zehnthof (Uli Rohr) und Reichertshof (Peter Oberillig) statt. Gastgeber in diesem Jahr war das Weingut Reichertshof der Familie Oberbillig. Der Reichertshof ist gleichzeitig das Haus der Rioler Weinkönigin Hanna I.
Eine jedoch weniger erfreuliche Information gibt es zum 25-jährigen Bestehen der Veranstaltung. Nach einem Vierteljahrhundert haben sich die Winzer entschlossen, die Veranstaltung in diesem Rahmen und dieser Zusammensetzung nicht mehr durchzuführen.
Die Überlegungen, die zu diesem Entschluss führten, waren vielfältig. Peter Oberbillig nennt einen Aspekt davon: "Durch anonyme Anzeigen bei der Polizei wegen Ruhestörung wird Brauchtum kaputtgemacht und werden uns Steine in den Weg gelegt. Natürlich geht so eine Veranstaltung nicht geräuschlos über die Bühne, aber die Wein- und Sektfete ist nur einmal im Jahr."
Die Winzer versprechen, es wird etwas Neues kommen, sie sondieren bereits Ideen. Ob der Name Wein- und Sektfete bleibt oder geändert wird, erfahren die Freunde des guten Rioler Weins im nächsten Jahr.
Hervorragende Stimmung herrschte bei angenehmen Temperaturen, Sonnenschein und etwas Regen. Allein am Samstag fanden rund 500 Gäste den Weg zu den Winzern. Es gab Kinderschminken und Planwagenfahrten für die Jüngsten. Die Winzerfrauen standen in der Küche und sorgten für leckeres Essen. Bekannt ist das "Halev Pönnche", ein halbes Pfund Gehacktes, aber auch Wildgulasch, Flammkuchen und Salatteller gab es.
Preislisten ohne Winzernamen


Zum guten Essen gehört ein guter Tropfen Wein. Wer genau hinschaute, musste feststellen, dass auf den Preislisten die Namen der Winzer fehlen. Das hatte einen ganz einfachen Grund: "Die Besucher sollen unvoreingenommen den Wein probieren und genießen und nicht nach dem Winzer auswählen", ist die einhellige Meinung der Winzer.
Welches Ansehen die beliebte Veranstaltung über die Region hinaus hat, bewiesen Weinkunden aus Königswinter. Statt mit Blumen gratulierten die Königswinterer der neuen Ortsweinkönigin Hanna I. mit einem bunten Strauß am Himmel - mit einem Feuerwerk.

Mehr von Volksfreund