28. Weinforum Mosel in den Trierer Thermen am Viehmarkt

Kostenpflichtiger Inhalt: Wein : 220 edle Tropfen, darunter erste 2019er

Wer noch zum 28. Mosel-Weinforum in den Trierer Thermen am Viehmarkt möchte, muss sich sputen: Tickets gibt es nur für den frühen Samstag-Termin.

Bei der 28. Auflage des Mosel-Weinforums, da könnte man meinen, die Funktionäre dürften getrost ihre Eröffnungsreden aus den Vorjahren erneut zum Besten geben. Aber so einfach machen es sich die Herrschaften nicht. Landwirtschaftskammer-Präsident Norbert Schindler hat Neuigkeiten parat: „Es ist jetzt möglich, Listen der hier präsentierten Weine nach verschiedenen Präferenzen auf das Mobiltelefon herunterzuladen.“ Das eröffnet den Besuchern die Möglichkeit, schon im Vorfeld einen auf persönliche Vorlieben zugeschnittenen Proberundgang zu gestalten. Tatsächlich ein zeitgemäßer und ungemein nützlicher Service. Viel bequemer, als sich anhand der gedruckten Version zu orientieren die es beim Einlass gibt.

Stattliche 52 Seiten umfasst die Broschüre, die nebst dezenter Werbung alles das auflistet, was die traditionsgemäß in Scharen strömenden Weinfans interessiert. Diesmal wartet die Leistungsschau vornehmlich des Anbaugebietes Mosel mit gut 220 edlen Tropfen auf, verteilt auf die Kategorien „Siegerweine“, Staatsehrenpreisträger, Sekt sowie 30 Betriebspräsentationen der erfolgreichsten Teilnehmer an der Landesweinprämierung.

Zum fünften Mal in Folge dabei, da erneut mit dem Staatsehrenpreis ausgezeichnet, ist etwa das Bioweingut Hubertushof der Familie Botzet aus Lieser. „Aber ich würde auch einfach nur so als Besucher hierher kommen“, sagt Maria Botzet (62). „Was hier in einem einzigartigen Rahmen geboten wird, ist einfach toll. Ich kann es mir nicht schöner vorstellen.“

Neben den Erfolgsprodukten, die Fachleute wie Fans gleichermaßen entzücken, gibt es aber auch Weine zu entdecken, die gar nicht in der Liste stehen. Neben dem darin angekündigten Sauvignon Blanc hat Niclas Veit (25) vom Weingut Ludger Veit (Osann-Monzel) „außer der Reihe“ auch einen Grauburgunder von 2019 dabei. „Bandbreite zeigen“ lautet die Devise der Veits, die auf ihren Wingerten (17 Hektar) 16 verschiedene Rebsorten anbauen, die meisten davon Mosel-untypische.

Untypisch, aber wohl ein Zukunftsmodell ist der freudige Verzicht von Moselweinkönigin Marie Jostock (Köwerich) und ihrer Prinzessinnen (Julia Weis, Zell; Julia Gries, Kobern-Gondorf; Bärbel Ellwanger, Trier) sowie der Trierer Weinkönigin Leonie Zeimet auf die obligatorischen Blumensträuße.

Stattdessen überreicht Rolf Hoxel, der Vorsitzende des Vereins Moselwein, einen Scheck für den guten Zweck: Marie Jostock sammelt in ihrer Amtszeit Spenden für die Villa Kunterbunt in Trier. Das erklärt auch die Spendenbox auf dem Weinforum, für das am Freitagmittag bereits mehr als 1900 der insgesamt 2000 Tickets verkauft waren.

Wer noch „ohne“ ist und unbedingt dabei sein will, muss sich sputen. Lediglich für den frühen (10 bis 14 Uhr) der beiden Samstagtermine sind noch Karten (an der Tageskasse oder via www.ticket-regional.de) zu haben. Infos zur Veranstaltung, den beteiligten Gütern und den präsentierten Weinen unter:

Neu beim Weinforum: Die Listen der präsentierten Weine können nach verschiedenen Präferenzen aufs  Mobiltelefon heruntergeladen werden. Foto: Roland Morgen
Weinforum ganz aktuell: Niclas Veit (Weingut Ludger Veit, Osann-Mosel) präsentiert bereits 2019er. Foto: Roland Morgen

www.weinforum-trier.de