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30 Jahre Hilfe für Kehlkopfoperierte

30 Jahre Hilfe für Kehlkopfoperierte

Der Bezirksverein der Kehlkopfoperierten Trier hat am vergangenen Samstag sein 30-jähriges Jubiläum gefeiert. In dem Verein, der 1981 als Selbsthilfegruppe gegründet wurde, helfen sich die Mitglieder gegenseitig, ihr Schicksal besser anzunehmen.

Trier. Ein Patient, der die Diagnose Kehlkopfkrebs bekommt, fällt erst einmal in ein Loch. Aus diesem Tiefpunkt versuchen die Mitglieder des Vereins der Kehlkopfoperierten die Betroffenen seit 30 Jahren herauszuholen. Sie versuchen die physische und psychische Verfassung eines Patienten zu verbessern. Nach der überstandenen Krankheit hilft der Verein dann bei der Wiedereingliederung in familiäres und soziales Umfeld.
"Der beste Arzt kann keine Selbsthilfe ersetzen", sagt Henriette Benz, Generalrätin des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen, im Rahmen der Feierstunde anlässlich des Vereinsjubiläums. Rund 150 Gäste haben sich dafür in den Saal des Mutterhauses eingefunden.
Betroffene helfen Betroffenen, "Hilfe zur Selbsthilfe" ist also das Motto des Bezirksvereins der Kehlkopfoperierten Trier Schon im Krankenhaus übernehmen Klinikbetreuer, die vom Verein eingesetzt werden, die Fürsorge der Patienten. Einmal in der Woche haben die Patienten und deren Angehörige die Möglichkeit, ihre Ängste und Sorgen mit den Betreuern zu teilen.
Darüber hinaus bietet der Verein aber auch viele Aktivitäten, die Krankheit zu vergessen. Etwa bei Ausflügen, beim Grillfest oder beim gemeinsamen Karneval feiern können die Mitglieder mit ihren Familien und Freunden für einige Stunden ihre Sorgen beiseite legen.
"Man muss den Leuten sagen, was man noch alles machen kann nach einer Kehlkopfoperation und nicht alles aufzählen, was nicht mehr machbar ist", sagt Friedrich Wettlaufer, Vizepräsident des Bundesverbandes der Kehlkopfoperierten.
Die etwa 100 ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins setzen sich aus Betroffenen, Angehörigen und Medizinern zusammen. Ein weiterer Pluspunkt des Vereins: "Die Fragen werden von Betroffenen beantwortet und nicht in Fachchinesisch", erläutert Dr. Peter Schwerdtfeger, der selbst seit 20 Jahren Mitglied im Bezirksverein der Kehlkopfoperierten Trier ist.
Weitere Informationen über den Verein gibt es unter www.kehlkopflose-trier.de kkv
Zehnjährige Mitgliedschaft: Dr. Kurt Becker, Trier; Ilse Klaus, Konz; Marlies Roth, Welschbillig; Michael Barth, Konz. 20 Jahre: Dr. Peter Schwerdtfeger, Konz; Dr. Rüdiger Schneider, Trier; Maria Britz, Tawern; Eckart Britz, Tawern. 25 Jahre: Rosemarie Bisdorf, Trier; Irmina Britz, Berlingen. 30 Jahre: Liselotte Haake, Trier; Renate Leyendecker, Idar-Oberstein; Marga Leisen, Idenheim.