300 Jahre nach dem Dombrand

Ein Vortrag beleuchtet das verheerende Feuer und dessen Folgen.

Trier (red) "Eß scheint, die H. Helena habe dißen brandt wollen haben ...": Dieses Zitat leitet den Vortrag von Jens Fachbach über den Trierer Dombrand von 1717 ein. Der Trie rer Kunsthistoriker referiert am Donnerstag, 17. August, um 19 Uhr im Museum am Dom über das verheerende Feuer und seine Folgen - genau 300 Jahre nach dem historischen Ereignis. Ob der schlimme Dombrand am 17. August 1717 tatsächlich von einer Feuerwerksrakete aus einem Kuriengarten verursacht wurde, lässt sich zwar nicht mehr klären. Fest steht allerdings, dass der Trierer Dom an diesem Abend "bis auf das Gewölb eingeäschert" wurde.
Ab 1719 wurde die Kirche einem grundlegenden Umbau unterzogen, der zwar einerseits massiv in die Bausubstanz eingriff, andererseits aber von der historischen Bedeutung geprägt war, die dem legendären "Haus der Heiligen Helena" beigemessen wurde.
Der Vortrag beleuchtet die Umgestaltung des Domes vor dem geistesgeschichtlichen Hintergrund der Tradition des Kirchengebäudes und der Stadt Trier, die in politisch und wirtschaftlich trüben Zeiten wichtig für das Selbstverständnis der Beteiligten war.
Was lange Zeit als rücksichtslose Verunstaltung eines Bauwerkes galt, entpuppe sich bei genauerer Betrachtung als eine vom Respekt vor der Geschichte geprägte Maßnahme, sagt Fachbach. Der Eintritt zum Vortrag kostet 5 Euro, nach der Veranstaltung sind alle Besucher zu einem Glas Wein eingeladen.

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