300 Telekom-Mitarbeiter protestieren gegen Verlegungspläne

300 Telekom-Mitarbeiter protestieren gegen Verlegungspläne

Rund 300 Mitarbeiter der Trierer Telekom haben sich am Donnerstagmittag auf dem Firmengelände im Wasserweg zu einer Protestkundgebung versammelt.

Die Gewerkschaft Verdi hatte zu der Kundgebung aufgerufen, um gegen die von der Telekom angekündigte Verlegung von bis zu 200 Arbeitsplätzen von Trier nach Frankfurt und Bonn zu protestieren.

Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen und die Mainzer Sozialministerin Malu Dreyer versprachen der Telekombelegschaft, sich mit ganzer Kraft für den Erhalt der Arbeitsplätze in Trier einzusetzen.

Auch mehrere Landes- und Bundestagsabgeordnete der Region waren zu der Kundgebung gekommen, um Solidarität mit den Arbeitnehmern zu zeigen.

Von der Telekomgeschäftsführung hatte Verdi niemanden eingeladen. Die Telekom hatte sich aber ein Schreiben an die Gewerkschaft Verdi gerichtet. Die Zusammenlegung kleinerer Standorte an wenigen großen Telekom-Betriebsstätten sei aus wirtschaftlichen Gründen notwendig. Ziel dieser Zentralisierung der Arbeitsplätze sei nicht, Stellen abzubauen. Längere Fahrzeiten für die betroffenen Mitarbeiter könnten allerdings leider nicht vermieden werden. Mehr als 100 Telekomstandorte in ganz Deutschland sind von den Zentralisierungsplänen betroffen.

Verdi und die Telekom-Belegschaft wollen in den nächsten Wochen ihre Proteste gegen die Arbeitsplatzverlegungen ausweiten, sofern die Telekom ihre Pläne nicht aufgibt. Als nächster Termin für eine Kundgebung ist der 6. November ins Auge gefasst.