3000 Unterschriften für Trierer Schulen

3000 Unterschriften für Trierer Schulen

Die Arbeitsgemeinschaft der Gymnasialelternbeiräte in Trier (AGT) hat zu einer Unterschriftenaktion aufgerufen und fordert damit mehr Geld für die Sanierung der Trierer Schulen.

Trier. (jp) Die Eltern vieler Trie rer Schüler fordern, im Haushalt der Stadt Trier mehr Mittel für die dringend notwendige Sanierung der Schulen bereitzustellen. Mit der Überreichung dieser Unterschriften an Oberbürgermeister Klaus Jensen und Schuldezernent Ulrich Holkenbrink am 31. Oktober um 9 Uhr im Rathaus unterstreicht die AGT die Forderung, die Schulen in Trägerschaft der Stadt Trier im Haushalt 2008 stärker zu berücksichtigen. "Mangel verhindert zeitgemäßen Unterricht"

Bislang müsse beispielsweise ein Gymnasium mit rund 1000 Schülern mit 9000 Euro pro Jahr für Lehr- und Lernmittel auskommen. "Das entspricht 75 Cent pro Schüler pro Monat und ist völlig unzureichend", sagt Monika Reinsch im Namen der AGT. Zum Vergleich: Für eine Cola am schuleigenen Getränkeautomaten müsse ein Schüler 85 Cent zahlen. "Gerade mit Blick auf die Pisa-Diskussion reagieren Eltern mit Unverständnis, wenn die Bildung der Kinder, eine der wichtigsten Ressourcen unseres Landes, so sträflich vernachlässigt wird", betont die AGT. "Eltern unterstützen die Schulen über Fördervereine und Hilfe bei Renovierungen und Anschaffungen, können aber den grundlegenden Mangel nur mildern, der zeitgemäßen Unterricht kaum mehr zulässt."Um die Trierer Schulgebäude zu sanieren und die Bausubstanz zu erhalten, wären Aufwendungen in zweistelliger Millionenhöhe nötig (der TV berichtete).Die AGT hat sich im Januar 2006 gebildet und mit Vertretern der Schulelternbeiräte der fünf Gymnasien Wege gesucht, mit Politikern ins Gespräch zu kommen. "Zwar setzt sich die AGT aus Vertretern der Gymnasien zusammen, sie sieht sich trotzdem als Kämpfer für alle Schulformen. Wenn Eltern anderer Schulen das wünschen, würden wir die Gründung einer Stadtelternvertretung gerne vorantreiben", so ein Mitglied.