3300 Feuerwehrleute warten auf ihren Einsatz
Saarburg · Bereits neun Jahre vor der ersten modernen freiwilligen Feuerwehr in Meißen ist in Saarburg 1832 ein Löschverein gegründet worden. Heute stehen im Kreis Trier-Saarburg 3300 Männer und Frauen in Notfällen bereit.
Saarburg. 1841 ist ein entscheidendes Jahr für die Feuerwehr: Im sächs ischen Meißen wird die erste freiwillige Feuerwehr nach heutigem Verständnis gegründet. Auch wenn es schon zuvor Feuerwehren gegeben hat, wie etwa in Saarburg (siehe Extra), gilt das Jahr als "Geburtsstunde" der organisierten freiwilligen Brandbekämpfer. 12 985 von ihnen sind in der Region aktiv. Etwa 3300 kommen aus dem Kreis Trier-Saarburg. Sie sind in 157 Wehren organisiert. 2010 mussten die Männer und Frauen zu insgesamt 1450 Einsätzen ausrücken. Die Zahl der Frauen nimmt stetig zu, genaue Aufschlüsselungen gibt es aber nicht. Etwa 1000 Jugendliche engagieren sich in 79 Jugendwehren. Eine weitere Jugendwehr soll bald in Igel dazu kommen.
Selbst kleine Orte verfügen über Feuerwehren. Einige der Standorte im Kreis sind mit Spezialgerät für besonders heikle Einsätze ausgestattet, andere transportieren ihre Ausrüstung noch mit Muskelkraft zum Einsatzort (siehe Extra). Einheiten des sogenannten Gefahrstoffzugs und eine Einsatzleitung für Katastrophen sind auf die Standorte im Kreis verteilt.
Altersgrenze angehoben
Die Zahl der Mitglieder ist laut Kreisfeuerwehrinspektor Stefan Sihr in den vergangenen Jahren stabil geblieben, die Altersgrenze wurde von 60 auf 63 Jahre angehoben. In den kommenden Jahren sei aber mit sinkenden Zahlen zu rechnen. Bislang mussten zwar keine Wehren geschlossen werden. Trotzdem plane man, wie die Versorgungssicherheit gewährleistet bleibe. Zum einen versuchten die Ortsfeuerwehren, neue Mitglieder zu gewinnen. Zum anderen würden sogenannte Alarmierungsgemeinschaften gebildet. "Bei einem Notruf rücken immer mehrere Wehren aus", sagt Sihr. Zusammenlegungen oder Schließungen seien aber nicht geplant.
Um den Nachwuchs noch früher an die Feuerwehr heranzuführen, gibt es ein neues Angebot: die Bambini. Kindern ab sechs Jahren wird seit einem Jahr ein spielerisches Programm geboten. Eine Gruppe mit 15 Mitgliedern existiert bereits in Hermeskeil. Mertesdorf und Rodt sollen folgen. Wenn die Kinder zehn Jahre alt sind, können sie in die Jugendfeuerwehr wechseln. thie