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35000 Menschen bei Trierer Heilig-Rock-Tagen

Glaube : Trierer Heilig-Rock-Tage: Auf Wiedersehen im Mai 2019 (Fotos)

Der Heilige Rock zieht, auch wenn er nicht gezeigt wird: Rund 35 000 Gäste bei der 19. Auflage des Bistumsfests. Das Wetter spielt mit: Auch der Familientag zum Abschluss ist von der Sonne verwöhnt.

Martina Schratt strahlt mit der Sonne um die Wette: „Toll, dass es so gut läuft und alle ihre Freude haben!“, sagt die 54jährige Mitarbeiterin der Bistums-Abteilgung Kindertageseinrichtungen und familienbezogene Dienste. Diese Abteilung hat den Familientag zum Abschluss der Heilig-Rock-Tage 2018 organisiert. „Es ist schön zu sehen, dass sich die ganze Arbeit, der hohe Zeitaufwand und  das viele Herzblut gelohnt haben.“

Besucherin Katherina Teuber (35) stimmt zu. Sie war mit ihren beiden Töchtern erst beim Liedertheater mit Eddi Zauberfinger im Generalvikariat, dann beim Familienkonzert mit Liedermacher Reinhard Horn in der Liebfrauen-Basilika. Ihr Fazit: „Ein wirklich schönes Angebot.“

Und ein würdiges Finale der 19. Auflage des Bistumsfests. Das hat in seinen zehn Tagen rund 35 000 Menschen im und um dem Dom zusammengeführt, bilanziert Cheforganisator Wolfgang Meyer. Das sind 11 000 mehr als 2016 und 1000 mehr als im vergangenen Jahr. Gezählt wurden dabei nur diejenigen, die auch wirklich an Veranstaltungen wie Gottediensten, Konzerten oder dem Abendlob teilgenommen haben. Nicht mitgezählt wurden die vielen tausend „Schnupperbesucher.“

Keine Frage: Die Marke „Heiliger Rock“ zieht, auch wenn man die höchstkarätige Reliquie des Bistums Trier nicht zu Gesicht bekommt. Immerhin dürfen sich die Teilnehmer ihr räumlich ganz nah fühlen. Das der Überlieferung nach „letzte Hemd“, das Jesus vor der Kreuzigung trug, befindet sich in einem verschlossenen Schrein hinter Panzerglas in der Heilig-Rock-Kapelle des Doms, die nur zu besonderen Anlässen geöffnet ist. Das Bistumsfest ist ein solcher Anlass. Das Programm bot in diesem Jahr einen Mix aus Bewährtem – wie etwa dem Tag des Ehrenamtes oder die Begegnung der Kita-Kinder – und Neuem. „Mit dem Erzählcafé für konfessionsverbindende Ehen oder dem Pilgerweg der Arbeit haben wir wichtige und richtige Zeichen gesetzt“, sagt Meyer. Zudem sei es gelungen, im Karl-Marx-Jahr „die Frage nach lebenswerter und menschenwürdiger Arbeit zu vertiefen“.

Auch Bischof Stephan Ackermann zeigte sich zum Abschluss „glücklich und zufrieden. Es liegen wundervolle, erfüllte und entspannte Tage hinter uns. Dazu hat natürlich auch das wunderbare Wetter beigetragen.“ Der Oberhirte und Cheforganisator Meyer  dankten  den rund 1000 Mitwirkenden und Programmverantwortlichen aus Generalvikariat, Verbänden und dem ganzen Bistum, die bei der Umsetzung von mehr als 150 Männern und Frauen des Bistums-Besucherdienstes unterstützt wurden. Begonnen hatte der letzte der Heilig-Rock-Tage 2018 am Vormittag mit einem Pontifikalamt im Dom, in dem 28 Erwachsene das Sakrament der Firmung empfingen. An der würdevollen musikalischen Gestaltung unter Leitung von Reinhold Neisius waren die Männergesangvereine Sirzenich, Mehring und 1880-Rheinland Ehrang beteiligt.

Bei der Abschlussvesper am Abend verkündete Bischof Stephan Ackermann den Termin der 20. Auflage des Bistumsfestes. Es findet vom 3. bis 12. Mai 2019 statt.

 Den haben sich die Heilig-Rock-Tage insgesamt verdient: Beifall im Kulturzelt auf dem Domfreihof. Foto: Roland Morgen
Den haben sich die Heilig-Rock-Tage insgesamt verdient: Beifall im Kulturzelt auf dem Domfreihof. Foto: Roland Morgen Foto: Trierischer Volksfreund/Roland Morgen
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 Die Heilig-Rock-Kapelle des Doms mit dem Schrein, in dem die bedeutendste Reliquie des Bistums Trier aufbewahrt wird, ist geöffnet und ein Anziehungspunkt für Gläubige. Auch die Trierer Chormeile (linkes Bild) lockt zahlreiche Besucher an.
Die Heilig-Rock-Kapelle des Doms mit dem Schrein, in dem die bedeutendste Reliquie des Bistums Trier aufbewahrt wird, ist geöffnet und ein Anziehungspunkt für Gläubige. Auch die Trierer Chormeile (linkes Bild) lockt zahlreiche Besucher an. Foto: Trierischer Volksfreund/Roland Morgen

Wann es die nach 2012 zweite  Heilig-Rock-Wallfahrt des dritten Jahrtausends geben wird, steht weiterhin in den Sternen. Als sicher gilt, dass es in spätestens 15 Jahren soweit sein wird. Laut den meisten Quellen jährt sich 2033 der Kreuzestod Jesu zum 2000. Mal.