44 Einbürgerungen im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais Trier

44 Einbürgerungen im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais Trier

Trier ist um 44 neue deutsche Staatsbürger aus 28 verschiedenen Herkunftsländern reicher. Im Rokokosaal zelebrierte Oberbürgermeister Wolfram Leibe mit kleinem Kammerorchester und in festlichem Ambiente den offiziellen Akt.

Seine goldene Amtskette trägt Oberbürgermeister Wolfram Leibe nur zu besonderen Anlässen. Etwa dann, wenn Staatsgäste zu Besuch nach Trier kommen - oder eben bei Einbürgerungen. "Herzlich willkommen in Deutschland, herzlich willkommen als Deutsche in Trier", empfängt er die Neubürger.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde hat Leibe 44 Menschen ihre Einbürgerungsurkunden ausgehändigt im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais. Ein kleines Kammerorchester spielt die Nationalhymne zwischen pittoresken Bordüren, während Kronleuchter auf die aufgeregten Gesichter der neuen deutschen Bürger strahlen.Zuzug setzt sich fort

In Trier leben Menschen aus über 200 Nationen. Jeder Vierte habe einen Migrationshintergrund, wie Leibe selbst, scherzt der aus Baden-Württemberg stammende OB in seiner Rede. Trier wächst - auch weil Menschen von außerhalb kommen. Neben Mainz ist Trier die einzige Großstadt in Rheinland-Pfalz, die kontinuierlich mehr Einwohner hat.Studium mit Abschluss

Ayoub Alouane (32) hält seine Urkunde glücklich in den Händen: "Das ist wie eine Wiedergeburt. Auf diesen Moment habe ich ganz lange gewartet. Die Chance, die ich hier bekommen habe, ist größer als meine Möglichkeiten in Marokko. Jetzt muss ich meiner neuen Heimat Deutschland auch etwas zurückgeben."

20 Jahre hat Alouane in Casablanca in Marokko gelebt, seit zehn Jahren wohnt er in Trier. Hier hat er zuerst seinen Bachelor und dann den Master in Destinationsmanagement abgeschlossen. Dabei geht es um die Führung und Vermarktung touristischer Reiseziele.

Joachim Wasniewski (52) aus Trier-Ehrang ist hier, weil seine Freunde Ovidiu und Adelina Nescovik, ursprünglich aus Rumänien, an diesem Tag eingebürgert werden - für ihn ein ergreifender Moment. Er lobt das Ambiente, das sich die Stadt für diesen Festakt ausgesucht hat. "Für mich ändert sich nun aber nichts!", beschreibt Wasniewski seine Beziehung zu den nun deutschen Freunden mit einem Lächeln.

Die Stadt ist reicher um neue Bürger aus: Ägypten, Usbekistan, Mexiko, Afghanistan, Marokko, Irak, Großbritannien, den Philippinen, der Dominikanischen Republik, Dänemark, Portugal, Libanon, Mazedonien, Bulgarien, Polen, Kasachstan, Palästina, Kroatien, Ungarn, Italien, Rumänien, Kamerun, Vietnam, Peru, Türkei, Brasilien, Schweden und Tunesien.

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