50 Jahre Hilfe für Kranke und Behinderte

50 Jahre Hilfe für Kranke und Behinderte

TRIER. 50 Jahre, nachdem Käthe Hoffmann in Trier begann, Behinderte zu besuchen, ist die "Fraternität" längst eine offiziell anerkannte Bewegung. Hildegard Stark und Walter Eltges, die ehrenamtlich im Bundesleitungsbüro Trier arbeiten, starten zum Jubiläum eine Spendenaktion und hoffen auf starke Resonanz.

Im Büro der missionarischen Laienbewegung "Fraternität" in der Trierer Gartenfeldstraße türmen sich Unterlagen und Postsendungen - ein groß angelegter Spendenaufruf ist aufwändig. Die Hauptverantwortliche im Bundes-Leitungsteam der "Fraternität" Deutschland, Hildegard Stark, und Walter Eltges, berufenes Mitglied, haben alle Hände voll zu tun, um den Spendenaufruf zum 50-jährigen Bestehen der Bewegung wie geplant bis Mitte Januar abzuwickeln. Diese Büro-Arbeit für die "Fraternität", die körperbehinderten und langzeitkranken Menschen hilft, wird ehrenamtlich wahrgenommen. Deswegen können sämtliche Spenden zu Gunsten der Bewegung und ihrer Aufgaben verwendet werden. Die "Fraternität" organisiert zum Beispiel Besuche, Gottesdienste, regelmäßige Ausflüge und Fahrdienste. 1972 hat die Deutsche Bischofskonferenz die "Fraternität" in Deutschland als missionarische Laienbewegung innerhalb der Kirche anerkannt, drei Jahre später erfolgte die Anerkennung durch Papst Paul VI. als "Bewegung zur Verkündigung des Evangeliums in der Welt der Behinderten und Kranken". Auch in anderen Ländern der Welt ist die Bewegung aktiv. Die 36 "Fraternitäts"-Gruppen in Deutschland finanzieren ihre Arbeit durch Zuwendungen verschiedener Förderer und durch einen Zuschuss des Bistums. Die meisten Adressen auf der Liste von Hildegard Stark und Walter Eltges sind in Trier. Unter ihnen befinden sich viele Mittelstandsfirmen, einige größere sind ebenfalls dabei. Außerdem werden der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck, der künftige Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen sowie die Ministerin für Gesundheit und Soziales, Malu Dreyer, um eine Spende gebeten. "Von den Ministerien erhalten wir keine Zuwendungen mehr", seufzt Hildegard Stark. Spendenaufrufe werden persönlich zugestellt

Das Gros der Anschreiben bringt Walter Eltges persönlich zu den Adressaten, nur ein kleiner Teil wird per Post verschickt. Zum 40-jährigen Bestehen im Jahr 1997 fand eine Feier in Trier statt. In welcher Form das Jubiläum 2007 begangen werden soll, überlegt Hildegard Stark noch. "Der 11. Februar, also der Tag der Erscheinung Mariens in Lourdes und gleichzeitig der Beginn der "Fraternität" in Deutschland, bietet sich wegen des Winterwetters nicht an. Wir müssen die zum Teil langen Anreisewege der anderen Gruppen berücksichtigen." Das gewählte Jahresthema der "Fraternität" lautet "Lasst uns in Liebe weitermachen" - ein Motto, das Hildegard Stark besonders am Herzen liegt: Die Gruppen, sagt sie, würden immer kleiner , und es sei schwierig, ehrenamtlichen Nachwuchs zu finden. Wer die Fraternität in ihrem Jubiläumsjahr unterstützen möchte, kann seine Spende auf das Konto 3006 766 012 bei der Pax-Bank Trier, Bankleitzahl 37 060 193, überweisen.