64 Asylbewerber ziehen ins Keller Hotel St. Michael
Kell am See · In der Verbandsgemeinde Kell am See werden bis Jahresende insgesamt 133 Asylbewerber untergebracht sein. "In den ersten Wochen des neuen Jahres wird diese Zahl sicherlich auf 200 steigen", teilte VG-Bürgermeister Martin Alten (CDU) in der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderats mit. Der Mietvertrag mit dem Hotel St. Michael, in dem 64 Flüchtlinge unterkommen sollen, ist mittlerweile unterschrieben.
Kell am See. Die Container-Anlage in Kell am See, in der Flüchtlinge unterkommen sollen, ist zurzeit mit rund 23 Menschen noch nicht voll belegt. "Bis Silvester werden es allerdings 44 Bewohner sein", brachte VG-Bürgermeister Martin Alten die Mitglieder des Verbandsgemeinderats bei dessen Sitzung im Bürgerhaus Vierherrenborn auf den neuesten Stand.
Zudem habe die Kreisverwaltung mittlerweile den Mietvertrag mit dem Hotel St. Michael in Kell abgeschlossen (der TV berichtete). "Nicht nur in den Zimmern, auch in der ehemaligen Wohnung des Betreibers sollen künftig Flüchtlinge wohnen, insgesamt 64", sagte Alten.
Für die Grundschüler unter den Asylbewerbern findet der Sprachunterricht ab sofort ausschließlich in der Grundschule Zerf statt, informierte Alten weiter über die aktuelle Situation. Ein Jahr lang sollen die Kinder zunächst dort intensiv Deutsch lernen. "Wenn man sich das vor Ort mal anschaut, bemerkt man sofort, dass diese Kinder sehr schnell lernen", sagte Alten.
Den Plan, ein Fahrzeug für die Flüchtlingsarbeit anzuschaffen - etwa um die Menschen von A nach B zu bringen oder auch Möbel zu transportieren - hat die VG-Verwaltung allerdings erstmal ad acta gelegt. "Wir greifen vorerst weiter auf Mietwagen zurück", sagte Alten.
Der Bund habe außerdem der Einrichtung einer Stelle im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes zugestimmt. "Wir werden also jemanden für die Flüchtlingsarbeit einstellen, Interessenten können sich bei der VG-Verwaltung melden." woc