70 Jahre Trierer Weinfest in Olewig: Gefeiert wird vom 31. Juli bis 5. August

Weinfest Olewig : Startklar für sechs Feier-Tage am Stück

Schon wieder ein Jubiläum: Seit 70 Jahren geht das Trierer Weinfest im Stadtteil Olewig über die Bühne – und wie 2018 folgt dem Krönungsabend ein zusätzlicher Veranstaltungstag.

„Feste muss man feiern, wie sie fallen“, findet Peter Terges (65), der Vorsitzende der Vereinigung Trier-Olewiger Winzer. Deshalb gebe die 70 doppelten Anlass zu außergewöhnlichem Feiern: Im vergangenen Jahr war es das 70. Weinfest in Olewig – „Und diesmal feiern wir die 70-jährige Tradition des Trierer Weinfestes in unserem schönen Stadtteil.“

Und weil es schon 2018 so schön und erfolgreich war, soll auch in diesem Jahr sechs Tage am Stück Feststimmung im Klostergarten herrschen. Mittwochs Krönungsabend und dann vom darauffolgenden Freitag bis Montag Weinfest – dieser übliche Programmablauf war   2018 erstmals ausgesetzt. Vor Jahresfrist gab es am sonst veranstaltungsfreien Donnerstag einen historischen Abend mit Stelldichein Dutzender ehemaliger Weinköniginnen und dem Verkauf alter Weine. Diesmal steht am Donnerstag (1. August) ein „Olewiger Abend“ auf dem Programm, an dem sich die Ortsvereine mit Vorführungen (Musik, Tanz, Sport) präsentieren. Moderation: Thomas Kiessling

Die Sechs-Tage-Fete im Klostergarten startet mit dem Krönungsabend. Am Mittwoch, 31. Juli, tritt Leonie Zeimet (20) ihr Amt als 71. Weinkönigin von Trier an; Vorgängerin Katja Leiendecker (22) wird feierlich verabschiedet. Außerem stellt sich der Schirmherr des Weinfestes vor, der erneut aus Reihen der Volksbank Trier kommt: Johannes Kemmer (34), Regionaldirektor für den Bereich Trier.

Das eigentliche Weinfest startet am 2. August mit dem „Feuerwerks-Freitag“ und dauert bis einschließlich Montag, 5. August (siehe Info).

Daran, dass den Olewiger Winzern trotz der verheerenden Sturmschäden vom 4. Juli zum Feiern zumute ist, lässt Winzerchef Peter Terges keinen Zeifel: „Mancherorts in Olewig betragen die Ernteausfälle 30 Prozent, an anderen Stellen 70 Prozent. Besonders hart hat es den Tiergarten getroffen, wo nach jetzigem Stand nur fünf Prozent der Trauben, die vor anderhalb Wochen noch hingen, gelesen werden können. Aber damit müssen und können wir leben. So ist die Natur eben. Sie macht, was sie will, und sie beschert uns ja mitunter auch ganz tolle Jahrgänge.“

Obwohl am 23. Juni 65 geworden („Ich habe am Luxemburger Nationalfeiertag Geburtstag. Darauf bin ich auch stolz“) und damit quasi im Rentenalter, denkt Terges nicht ans Aufhören. Weder als Winzer noch als, wie er gelegentlich genannt wird, als „Weinfest-Obermogul“. Hatte er vor zwei Jahren noch laut darüber nachgedacht, sich nach dem Doppeljubiläum (70. Weinfest und 70 Jahre Weinfest) „eventuell“ zurückzuziehen, so geht Terges’ Blick nun doch in die Zukunft: „Ich glaube, so ein, zwei Jahre werde ich noch gebraucht.“

Derweil läuft sich der potenzielle Nachfolger bereits warm: Felix von Nell (20) aus dem Weingut Georg Fritz von Nell ist der Organisator des „Olewiger Abends“ und soll auch als Co-Moderator von Thomas Kiessling fungieren. Terges: „Ein guter Junge, auf den ich große Stücke halte. Wenn man ihn als meinen ,Kronprinzen’ bezeichnet, widerspreche ich nicht.

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